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Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

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Bibliographic data

fullscreen: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

Monograph

Identifikator:
893136298
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77125
Document type:
Monograph
Author:
Preisigke, Friedrich http://d-nb.info/gnd/116281871
Title:
Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens
Place of publication:
Strassburg im Elsass
Publisher:
Verlag von Schlesier & Schweikhardt
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 575 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens
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  • Contents

Full text

Abschn. 99. Die irepiXuoK; der Schuldurkunde. 
523 
wußter Unterscheidung von èireXGeîv, das gewöhnlich bedeutet 
„gegen die Gültigkeit eines Vertrages angeh en" So kommt laexeX- 
Geîv zu der Bedeutung „Forderungen eintreiben“ 2, 
Die Worte dirécrxov uirèp Xúffeujç bedeuten demnach: „ich 
habe empfangen behufs Tilgung der Zinsschulden“; dagegen be 
deuten dieWorte où juereXeócroiLiai eîçTrepiXuaiv xíiç òiaTpaçpç: „ich 
werde nicht gegen dich vergehen behufs Auflösung des Girobank 
vertrages“. Wenn es heißt: xps òiaYpaqpfjç Kai xujv Ò1’ aùxpç òia- 
axçXüüv, so ist unter den òiaaxoXaí nichts anderes zu verstehen, als 
die im Girobank vertrage Nr. 1 enthaltenen Einzelabmachungen 3. 
Der Verzicht auf die xrepiXuffiç soll sich aber nicht bloß auf 
die òiaxpacpp Nr. 1 nebst ihren òiacrxoXaí erstrecken, sondern auch 
noch auf eine im vergangenen Jahre vom Gläubiger empfangene 
èvexupaaía. Das scheint ein anderweitiger Pfandvertrag zu sein, von 
dessen Vorhandensein nur diese Andeutung uns Kunde gibt. 
Was schließlich die Unterschrift des Oheims betrifft: drrecrxov 
Ktt'i TrepiéXucra, so bietet das TtepiéXuaa etliche Schwierigkeiten. 
Wir sahen, daß sich die Xócnç nicht auf das Darlehen, sondern 
auf die Zinsschuld für dieses Darlehen bezieht; darum muß sich 
das TrepiéXucra des Oheims auch nur auf die Zinsschuld beziehen. 
Dabei bleibt zu berücksichtigen, daß das Wort îtepiXoaiç sonst die 
Auflösung eines Schuldvertrages im Anschlüsse an die Rück 
zahlung bedeutet, nicht die Zinszahlung für sich allein; es ist 
daher nicht ausgeschlossen, daß während der 33 Jahre noch eine 
besondere Hypothek für dm aufgelaufenen, rückständigen Zinsen 
bestellt werden mußte, und daß die jetzige TrepíXuffiç diesen be 
sonderen Hypothekenvertrag über die Zinsschuld betrifft. 
Die Übersetzung von P. Fior. I 48 lautet nunmehr : „Ich 
Aurelius Apollonios, genannt Eudaimon, Sohn des Demetrios, Enkel 
des Eudaimon, Bürger von Hermupolis, eingeschrieben in der 
Bürgerliste des Stadtteiles Oststadt, bin bei Abfassung des vor 
stehenden Girobankvertrages zugegen gewesen (und erkenne daher 
die girobankmäßige Richtigkeit desselben an) ; ich habe von meinem 
Neffen Aurelius Tithoetion genannt Sarapammon, Sohne des Her- 
meinos genannt Achilleus, eingeschrieben in der Bürgerliste des 
‘ Doch findet sich auch pereXGew, wo man ¿ireXOeiv erwarten müßte, 
z. B. P. Grenf. II 68, 9 ; 70, 11 usw. 
® Wilcken, Archiv III S. 560 zu P. Lips. I 29,16. 
» P. Teb. I 27, 20 (113 v. Chr.) ; P. Grenf. II 69, 35 (265 n. Ghr.) usw. 
Vgl. hierzu Wilcken, Ostraka I S. 638: „Spezialisierung der Einzelposten“.
	        

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Girowesen Im Griechischen Ägypten, Enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat Mit Einschluss Des Archivwesens. Verlag von Schlesier & Schweikhardt, 1910.
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