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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

Contents: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
898235332
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-14541
Document type:
Monograph
Author:
Müller, Johannes http://d-nb.info/gnd/130010693
Title:
Abriss einer Geschichte der Theorie von den Produktionsfaktoren
Place of publication:
Naumburg a. d. S.
Publisher:
G. Pätz'sche Buchdr. Lippert & Co. G.m.b.H.
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (53 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Kapitel. J. St. Mill
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

724 Schiffbau. 
Die Konstruktion der Geschosse bedingt genügende Haltbarkeit gegen den Druck der 
Pulvergase, hinreichende Festigkeit und Zähigkeit beim Auftreffen auf Panzerziele, günstige 
Geschoßform zur Überwindung des Luftwiderstandes sowie Zündvorrichtungen, um die 
Sprengladung der Granaten und Shrapnels zur Explosion zu bringen. Als Material 
verwendet man für Granaten vorzugsweise Gußeisen und zwar als Hartguß. Die 
Panzergranaten werden aus geschmiedetem und gehärtetem Stahl gefertigt und erhalten 
neuerdings besondere Geschvßkappen von weichem Stahl, um das Durchschlagen des 
Panzers zu begünstigen. Auch werden dieselben mit Pulver als Sprengladung ver 
sehen, welches sich beim Auftreffen des Geschosses durch die Reibung an der Geschoß- 
wandung von selbst entzündet. Um die Wirkung der Explosion zu erhöhen, füllt man 
die aus Stahl gefertigten hohlgeschmiedeteu Granaten mit detonierendem Sprengstoff 
— Schießbaumwolle, Nitroglycerin, Melinit — und es wurden Verzögerungszünder ein 
geführt, welche die Detonation der Sprengladung erst vollziehen, wenn die Granate das 
Ziel ganz oder teilweise durchschlagen hat. Die Geschoßwandungen werden dabei nur 
gerade so dick hergestellt, daß die Granaten beim Abfeuern der Geschütze nicht in Stücke 
gehen. Besonders eignen sich derartige Geschosse für Haubitzen und Mörser, welche eine 
geringe Anfangsgeschwindigkeit und kleine Ladungen aufweisen. 
Schiffsxan;er. 
Die Geschichte der Schiffspanzer hängt mit der Entwickelung der Marineartillerie 
seit Einführung der Bombenkanone und der gezogenen Geschütze eng zusammen. Der 
Schiffspanzer erhielt, wie wir im vorigen Kapitel gesehen haben, bei der Beschießung 
von Kinburn seine Feuertaufe und veranlaßte bereits im Jahre 1858 den Bau des 
ersten Panzerschiffes, der „Gloire", welchem kurz darauf die Schwesterschiffe „Normandie", 
„Jnvincible" und „Couronne" folgten. Diese Schiffe wurden aus Holz erbaut und erhielten 
über die ganze Länge einen Eisenpanzer von 120 mm Dicke. Die Platten wurden auf 
der äußeren Holzbeplankung mit starken eisernen Holzschrauben in einfachster Weise be 
festigt. England folgte alsbald mit dem Bau zweier Panzerschiffe, „Warrior" und „Black 
Prince", welche aus Eisen hergestellt wurden. Sie erhielten Panzerplatten von 114 mm 
Dicke, welche auf einer doppelten Lage von Teakholz von 450 mm Stärke gelagert und 
durch starke eiserne Bolzen an der eisernen Schiffswand befestigt waren. Die Holzhinter 
lage sollte dein Panzer eine elastische Auflage bieten. Später begnügte man sich mit 
einer Lage Holz, und hieran hat man bis in die neueste Zeit festgehalten. Die Panzer 
stärke schwankte, der Durchschlagskraft der damaligen Geschütze entsprechend, längere Zeit 
zwischen 114 und 150 mm. Als indessen die Marineartillerie dem Panzer Geschütze von 
größerem Kaliber und erheblich vermehrter Durchschlagskraft entgegenstellte, mußte man 
daran denken, einesteils die Panzerstärken zu vermehren, anderenteils die Herstellungs 
weisen und das Material der Platten zu verbessern. An Stelle der geschmiedeten Panzer 
platten traten die viel homogener herzustellenden gewalzten Platten, und man steigerte 
die Dicke stetig, bis sich auch hier allmählich eine Grenze bot. Als man durch die 
unausgesetzt gesteigerte Leistungsfähigkeit der Geschütze das Stärkenmaß der Panzerplatten 
über 250 mm erhöhen wollte, zeigte es sich, daß dieselben eine auffallende Sprödigkeit 
aufwiesen, so daß sie schon nach einem Schuß aus einem schweren Geschütz zersprangen. 
Das anfängliche Streben, mit Hilfe der Panzerplatten die Granaten davon abzu 
halten, die Schiffswände zu durchschlagen und ihre verderbenbringende Wirkung in das 
Schiffsinnere hineinzutragen, mußte daher bald dahin ergänzt werden, den Walzeisen 
platten neben möglichst großer absoluter Widerstandsfähigkeit gegen die lebendige Kraft 
der aufschlagenden Geschosse auch eine genügende Weichheit und Zähigkeit zu verleihen, 
um zu verhüten, daß sie bei inehrfachem Getroffenwerden nicht zu Bruch gingen und 
eine gefahrbringende Bresche verursachten. Da die Fortsetzung des Kampfes zwischen 
Artillerie und Panzer stetig größere Panzerstärken erforderte, so entschloß man sich, statt 
einer Platte von größerer Dicke deren zwei von geringerer Stärke hintereinander zu lagern, 
und dieselben durch eine Holzzwischenlage voneinander zu trennen, das sogenannte
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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