Metadata : Répertoire des administrateurs & commissaires de société, des banques, banquiers et agents de change de France et de Belgique

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Als  die  ältesten  und  tiefsten  Schichten  sind  hier  die  Ropianka-Schichten
  entwickelt?)  So  sahen  wir  in  Ropica-ruska  angefangen  von  der
Stelle  gegenüber  der  Brücke  beim  Schranken,  wo  der  Bergbau  des
H.  Tarasiewicz  gelegen  ist,  längs  des  rechten  Ufers  des  Flusses,  bis
zur  Mündung  des  Meiner  Baches,  als  Grundgebirge  die  Ropianka-Schichten.
  Der  petrographische  Charakter  derselben  läßt  sich  in  wenigen
Worten  folgendermaßen  schildern:  es  sind  das  die  bekannten,  graugrünen,
feinkörnigen,  blättrigen,  glimmerreichen,  selbst  in  kleinen  Handstücken
krummschaligen,  mit  zahlreichen  Glimmerschüppchen,  Hieroglyphen,  Fukoiden,
  unbestimmbaren  organischen  Resten,  und  zahlreichen  Kalkspathadern
durchzogener  Sandsteinschiefer.  Bei  Verwitterung  dieser  schichten  entstehen ­
  wasserdichte,  sandige  Thone  und  dunkelgrauer  Humusboden.
Wo  diese  Schichten  mächtig  entwickelt  sind,  entwickeln  sich  selbst  auf
den  höchsten  Gipfeln  beträchtliche  Sümpfe  und  Moräste.  Auf  den  Halden
einiger  Schächte  gelang  es  uns  einige  theilweise  wohlerhaltene  Jnoceramen
zu  finden  wovon  übrigens  später  die  Rede  sein  wird.  ')  Diese  Schichten,
welche  wir  aus  den  später  zu  erörternden  Gründen,  von  nun  an  als  „untere
Ropianka-Schichten"  bezeichnen  wollen,  zeigen  eine  sehr  verwickelte  Tektonik. ­
  Wir  sehen,  daß  das  Fallen  und  Streichen  derselben  alle  Augenblicke
wechselt,  welcher  Umstand  bei  der  bergmännischen  Gewinnung  des  Petroleums
  unangenehm  fühlbar  wird.
Abgesehen  von  den  zahlreichen  localen  Störungen,  kann  man  jedoch
constatiren,  daß  wir  da  im  Großen  und  Ganzen  einige  steil  ausgerichtete
Falten  vor  uns  haben,  die  regelmäßig  in  9  h.  streichen.
Dieser  bläulichgraue,  krummschalige  Sandsteinschiefer,  der  in  Schlesien
im  Volksmunde  „Strzolka"  genannt  wird,  bildet  die  Hauptmaße  der  Ropianka-Schichten. ­
  Außerdem  findet  man  in  diesem  Schichtencomplex  auch
einige  andere  petrographische  Elemente,  so  z.  B.  Thonschiefer  und  Sand
steine,  unter  denen  besonders  eine  Felsart  unsere  Aufmerksamkeit  verdient.
Es  ist  das  ein  grobkörniger,  gelblich  grauer  Sandstein  mit  mergeligem
Bindemittel  30—60  cm  mächtig,  der  vielfach  zerklüftet  und  mit  Erdöl
reichlich  imprägnirt  ist,  so  daß  jedes  Stück  einen  starken  bituminösen  Geruch ­
  besitzt,  und  in  ruhiges  Wasser  geworfen,  zahlreiche  Oeltropfcn

i)  Wir  behalten  diese  Benennung,  die  durch  Bergrath  Paul  in  die  Literatur
eingeführt  wurde,  obwohl  wir,  wie  aus  dem  Späteren  hervorgehen  wird,  ein
anderes  geologisches  Alter  für  die  betreffenden  Schichten  beanspruchen  zu  müssen
glauben,  als  es  für  die  Ropianka-Schichten  in  den  Ostkarpathen  der  Fall  ist.
*)  Im  Jahre  1880  bereiste  einer  von  uns  in  Gesellschaft  des  Herrn
Szajnocha  diese  Gegend.  Herr  Szajnocha  hat  darüber  in  den  Verhandlungen
der  geol.  R.  A.  1880  einen  kurzen  Reisebericht  publicirt,  in  dem  die  Jnoceramen- ­
  und  Ammoniten-Funde  aus  diesen  Gegenden  erwähnt  werden.
            
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