Full text : Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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man  in  manchen  Vereinen  nach  einem  gewissen  Zeitranm  mit  der
Farbe  der  Marken.  Ein  Handel  mit  Marken  ist  verboten.
Die  Rollenmarkenkasse  selbst  gibt  es  in  der  Form  eines
Kastens  mit  anfklappbarem  Deckel  und  in  Form  eines  Aufsatzpultes ­
  mit  einer  oder  zwei  Schubladen.  In  dem  Kasten  resp.  in
den  Schubladen  befinden  sich  12  kleinere  Fächer  entsprechend  der
Anzahl  der  Markensorten,  ferner  größere  Fächer  für  Geld,  kleine
Bücher,  Papiere  usw.  Die  nötigen  Marken  können  einfach,  da  sie
sich  auf  Rollen  befinden,  abgerollt  werden.  Zum  Festhalten  der
Marken  dient  ein  Gummi-  oder  ein  Messingstreifen  oder  auch  wie
bei  den  Markenkasten  eine  Holzklappe.  Bei  dem  Abreißen  der  Marken
muß  das  Verteilungspersonal  darauf  bedacht  sein,  an  Marken  soviel
wie  möglich  zu  sparen.  Es  sollen,  um  ein  Beispiel  anzuführen,  für
25  Pfg.  nicht  fünf  5-Pfg.-Marken,  sondern  eine  20-Pfg.-  und  eine
5-Pfg.-Marke  ausgegeben  werden.
Der  große  Vorzug  des  Systems  ist,  daß  die  Kasseneingänge
leicht  kontrolliert  werden  können.  Der  Lagerhalter  notiert
gegen  Abend  die  zuletzt  ausgegebenen  Markeuuummern  der  einzelnen
Markensorten.  Das  ermöglicht  ihm,  durch  eine  Multiplikation  der
Nummerndifferenzen  mit  dem  Markenwerte  und  nachfolgender  Addition ­
  der  gefundenen  Beträge  den  Kasseneingang  des  Tages  festzustellen ­
  und  den  Kassenbestand  auf  seine  Richtigkeit  zu  prüfen.  Man
bedient  sich  dazu  in  manchen  Vereinen  eines  mit  entsprechendem
Vordruck  versehenen  Heftes,  genannt  Rolleumarken-Abschlußheft,  wo
die  Zahleuergebuisse  festgehalten  und  dem  kontrollierenden  Vorstandsoder ­
  Aufsichtsratsmitglied  bei  der  Kassenkontrolle,  die  sehr  häufig
stattfindet,  vorgelegt  werden.  Für  das  kontrollierende  Organ  ist  es
so  verhältnismäßig  einfach  zu  prüfen,  ob  die  abgelieferten  Beträge
den  Eingängen  entsprechen,  und  ob  die  Markenkasse  überhaupt  richtig
geführt  wird.
Neben  dem  Rollenmarkensystem  kennt  man  in  den  Konsum-Vereinen
  auch  die  Registrierkasse,  die  aber  keine  bessere  Kontrolle ­
  gestattet  als  die  Rollenmarkenkasse.  Bor  allen  Dingen  stellt
sich  die  Rollenmarkeukasse  bedeutend  billiger  als  die  Registrierkasse.
Erstere  ist  auch  heute  bei  den  meisten  Vereinen  eingeführt.
Damit  die  Zahl  der  Marken  in  den  Händen  der  Mitglieder  nicht
ins  Ungeheuerliche  wächst,  was  am  Ende  des  Jahres  viele  Arbeit
bereiten  würde,  sollen  die  Marken  von  Zeit  zu  Zeit  —  es  ist  ein
bestimmter  Betrag,  in  der  Regel  20  Mark,  dafür  festgesetzt  —  gegen
irgendeine  Form  der  Quittung  eingetauscht  werden.  In  sehr  vielen
Vereinen  werden  für  den  Umtausch  kleine  Papierbeutel  ver-12"

            
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