Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Die  New  Yorker  Hochbahnen.

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S77.  Gleisbogen  der  Klein  Yorker  KochbaKnen.
Nach  »Deutsche  Bauzeitung'.

des  Zuges  durch  einen  Schaffner  mittels  Drehthüren  abgeschlossen  und  erst  geöffnet,  wenn
ber  3ucj  stellt.
Der  Aufenthalt  der  Züge  auf  den  Stationen  währt  meistens  nicht  länger  als
15  Sekunden.  Die  größte  erlaubte  Fahrgeschwindigkeit  beträgt  40  km  in  der  Stunde.
Die  13,5  km  lange  Hauptlinie ­
  (3.  Avenue),  an  welcher ­
  27  Stationen  liegen,
wird  einschließlich  aller
Stationsaufenthalte  in  43
Minuten  durchfahren.  Es
ergibt  dieses  eine  mittlere
Reisegeschwindigkeit  von
19  km  in  der  Stunde,
also  1  km  mehr  als  aus  den
älteren  Londoner  Untergrundlinien.
  Der  Verkehr
dieser  nur  5lU/z  km  langen
Bahnen  ist  ein  erstaunlicher. ­
  Im  Jahre  werden
jetzt  über  200  Millionen
Reisende  befördert,  also
täglich  etwa  550  000!
Während  der  dreitägigen
Kolumbusfeier  im  Oktober
1892  sind  auf  diesen  vier
Linien  insgesamt  10  578
Züge  gefahren,  eine  im  Eisenbahnwesen  einzig  dastehende  Zugzahl.  Ohne  die  Hochbahnen ­
  wäre  eine  Bewältigung  des  New  Porker  Riesenverkehrs  nicht  denkbar.  Auch  die
dort  zahlreich  vorhandenen  Straßenbahnen,  welche  namentlich  für  kurze  Entfernungen
sowie  für  die  Querstraßen  benutzt  werden,  erfreuen  sich  eines  großen  Zuspruchs.  Wiederholt ­
  sind  schon  Untergrundbahnen ­
  für  die  weitere  Entlastung ­
  der  New  Porker
Straßen  geplant,  darunter
sogar  solche  in  zwei  Höhenlagen: ­
  Eine  Röhreuticsbahn
nach  Londoner  Art  unterhalb
einer  Unterpflasterbahn  nach
Budapester  Anordnung.
Die  Lokomotiven  der
Hochbahnen  werden  zwecks
Rauchverminderung  mit  Anthracit ­
  gefeuert.  Die  Drehgestellwagen ­
  besitzen  Petroleumbeleuchtung ­
  ,  Dampfheizung ­
  und  die  Eames-Luftsaugebremse
  (S.  261).  ,
Die  Einführung  des  elektrischen  Betriebes,  der  sich  mittlerweile  auf  den  Hochbahnen
in  Liverpool,  Chicago,  Boston  u.  s.  w.  gut  bewährt  hat,  steht  in  kurzem  bevor.  Aus  den
letztgenannten  Linien  hat  man  von  elektrischen  Lokomotiven,  wie  ste  rn  den  Londoner
Röhrentiefbahneu  und  aus  der  Pariser  Stadtbahn  benutzt  werden,  abgesehen  und  lrerol
die  Drehgestelle  der  Wagen  unmittelbar  an  (vergl.  auch  Abb.  56).  Diese  Antrieb.art  i|
auch  für  die  elektrische  Hochbahn  in  Berlin  gewählt.

378.  Muerschnitt  einer  Station  der  Kiew  Yorker  Aochkatznen.
Nach  „Zeitschrift  d.  Ver.  deutscher  Ingenieure".
            
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