Object: Mexico

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Die Natur des Landes. 
Westen von höheren Gebirgszügen umrahmt ist, deren Gesamt- 
heit je als Sierra Madre Oriental bzw. Sierra Madre Oeccidental 
bezeichnet zu werden ‚pflegt. Beide Gebirge fallen zum Meer 
oder zur Küstenebene ziemlich schroff ab. In den Steilabfall der 
Sierra Madre haben sich die größeren Flüsse (z. B. Rio Fuerte, 
Rio Mayo, Rio Yaqui) gewaltige Cafions eingegraben. Im Süden 
dacht sich der mexicanische Kontinentalblock nicht einfach 
zum Isthmus von Tehuantepec hin ab; vielmehr finden sich hier 
zahlreiche Bergketten mit verschiedener Streichrichtung und 
namhafter Höhe, die zuweilen kleinere Hochebenen zwischen sich 
einschließen. Die höchsten absoluten Höhen erreichen die jungen 
Vulkane, namentlich der Pic von Orizaba (5580 m), der Popoca- 
tepetl (5450 m) und die Iztaccihuatl (5290 m). Die östliche Sierra 
Madre steigt in der Sierra de los Angeles zu 2750 m, im Cerro 
Caniando zu 2860 m an, die westliche in der Sierra de Nayarit zu 
3200 m, während die Gebirge im Süden in den Staaten Oaxaca 
und Veracruz sich bis 3400 m (Cempoaltepetl) erheben und selbst 
die Halbinsel Niederkalifornien (im Santa Catalina) zu 3090 m 
aufragt. Die höchstgelegenen und wichtigsten Teilebenen des 
Hochlandes sind die von Toluca (2680 m), Mexico (2280 m) und 
Puebla (Stadt 2170 m), wogegen im südlichen Gebirgsland die 
Hochebene von Oaxaca noch 1550m ü. M. liegt. 
Während die östliche Aufwölbung des Hochlandes, die 
Sierra Madre Oriental von einigen gut wegsamen Flußtälern 
durchbrochen ist und darum keine durchgreifende Verkehrs- 
scheide bildet, ist die nur ‚sehr dünn bevölkerte Sierra Madre 
Oeccidental wegen ihrer weithin wilden Zerrissenheit ein wirk- 
sames Verkehrshindernis seit alten Zeiten, so daß die nordwest- 
lichen pazifischen Küstenstaaten und Niederealifornien ver- 
kehrsgeographisch am engsten mit Südealifornien verbunden 
waren, namentlich seitdem (1909) die Bahn von der nordameri- 
kanischen Grenze (Nogales) nach Guaymas (und später bis Tepic) 
eröffnet worden ist und seitdem die Stadt Los Angeles sich zu 
einem Handelsmittelpunkt für Nordwestmexico entwickelt hat. 
(Erst die in Aussicht stehende Vollendung der Bahn von Tepic 
nach Guadalajara wird eine brauchbare Verbindung mit dem 
Hochlande herstellen, ohne daß jedoch dadurch eine Einwande-
	        
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