fullscreen: Nationale Bodenreform

Cm März kam im preußischem Hause der Abgeordneten 
LHJunter dem Titel Fabrikbesißer Freese und Genossen 
die Eingabe zur Verhandlung, die ich schon erwähnt habe 
und die vom Bundesvorstand am 17. November 1892 an 
die zuständigen Stellen gerichtet worden war, um eine 
V ersta a tl i ch un g der Wasserkräfte herbeizu- 
führen. Die Eingabe ist im Anhang dieses Buches abge- 
druckt. Der Vertreter des Ministers für Landwirtschaft 
hat damals im Abgeordnetenhause erklärt, daß der Mi- 
nister die gleiche Eingabe erhalten habe, und daß deren 
Inhalt in den Beratungen der Wasserrecht-Kommission 
mit berücksichtigt werden solle. 
Nach einer von der Landesanstalt für Gewässerkunde 
bearbeiteten Aufnahme der Wasserkräfte im preußischem 
Berg- und Hügelland, die anfangs 1916 veröffentlicht 
worden ist, waren in Preußen an Wasserkräften 1 810 050 
Pferdekräfte vorhanden. Von diesen sind bis ende 1915 
nur 446 633 Pferdekräfte ausgenutzt worden. Jm Rhein- 
gebiet wurde noch nicht der fünfte Teil ausgenutzt, im 
Elbgebiet waren 40 v. H., in der Unstrut 73 v. H., in der 
Verse sogar 97 v. H. benutzt. Dagegen war die Saar, die 
die meisten Flüsse an vorhandener Wasserkraft übertrifft, 
nur mit 1,3 v. H. ausgenutzt worden. Die Angelegenheit 
hat also noch immer eine große Bedeutung. 
Uk 6. April 1898 habe ich einen Vortrag über das 
nteignungrecht gehalten, das im Allgemeinem 
Landrecht und in den Gesetzen vom 11. Juni 1874 und 2. 
August 1875 zu eng begrenzt worden ist. Ich habe darauf 
hingewiesen, daß in Paris große Straßendurchbrüche wie 
ö. B. die Avenue de la République mit geringen Opfern 
durchgeführt werden konnten, weil man in Paris außer 
dem Straßenlande auch die an beiden Seiten liegenden 
Baustellen mit enteignen und später zu angemessenen 
Preisen wieder verkaufen konnte. Man hatte mir in 
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