merce Act) verboten wurde. Jetzt arbeitete diese Or-
ganisation angeblich in Harmonie auf der Basis eines
„gentlemen's agreement‘ — an das sich kein einziger
Gentleman hielt. In der letzten Dezemberwoche 1888
lud Morgan die Präsidenten der westlichen Gesell-
schaften nebst den Bankiers in sein Haus in der Ma-
dison Avenue ein. Der Zweck der Zusammenkunft
war, gemeinsame Handlungsweise festzulegen und die
selbstmörderische Tariferniedrigung zu beendigen. Die
erste Versammlung vertagte sich auf den 8. Januar
1889. Und zwischen den beiden Zusammenkünften
wurden die Tarife noch weiter erniedrigt! So waren
die Präsidenten nicht gerade in rosiger Laune, als sie
sich von neuem trafen.
Da waren Charles Francis Adams von der Union
Pacific, Marvin Hughitt von der Chicago & North-
western, R. R, Cabie von der Rock Island, Frank
S. Bond von der Chicago, Milwaukee & St. Paul, Jay
Gould und sein Sohn George von der Missouri Pacific,
A, B. Stickney von der Chicago, St. Paul & Kansas
City, und ein halbes Dutzend andere. Die Banken
waren außer durch Morgan selbst durch J. Hood
Wright von Morgans Firma, John Crosby Brown von
Brown Brothers, George P. Magoun von Kidder, Pea-
body & Co., die Barings und noch zwei oder drei an-
dere vertreten.
Das erstemal standen sich in einer förmlichen Zu-
sammenkunft die Männer, die die Eisenbahnen betrie-
ben, und die, die das Geld für den Bau der Eisenbahnen
lieferten, von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Es
war eine rein geschäftsmäßige Zusammenkunft, Um es
klar herauszusagen, die Vertreter des Kapitals woll-
ten. den Eisenbahnleuten einmal die Peitsche zeigen,
sie wollten ihnen nachdrücklich klarmachen, daß un-
zweckmäßiges Betragen in der Zukunft durch das Ver-
‘O