Object: Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

neben den Wehrmachtausgaben zu betrachten. Sie zeigen (nach dem /unventaire von 1924) seit dem 
Höchststand im Jahre 1918 bis 1925 folgendes Bild (in Millionen {fr.): 
Wehrmacht- Depenses Spezial- Gesamte Staats: 
ausgaben AKRecouwvrables rechnungen ausgaben 
IMS er rer 36 100 6 000 2100 56 600 
(er re nA 18 200 15 500 3 400 54 200 
WE 7 600 22 300 5 100 58 100 
Da 6 000 21 400 2 700 51 100 
On 5 000 22 100 500 48 900 
1998 4 800 21 700 45 800 
ODE 6 400 11 600 40 200 
UNE 6 1501) 1 200 33 500 
Hinsichtlich der Heeresausgaben für 1925 ist anzunehmen, daß sie im Gegensatz zu dem bear- 
beiteten Vorkriegsetat verhältnismäßig niedrig sind. Durch Verwendung der außerordentlich großen, zum 
Teil von den Alliierten übernommenen Kriegsvorräte waren die Ausgaben für Bekleidung, Ausrüstung, 
Bewaffnung und Munition in den ersten Nachkriegsjahren derartig gering, daß die Wehrmachtausgaben 
den für die Jahre 1922 und 1923 ausgewiesenen Tiefstand erreichen konnten. Es ist anzunehmen, daß 
dieser Vorteil teilweise auch noch dem Etat für das Jahr 1925 zugute kommt. Die Mehrausgaben, welche 
die Durchführung der Demobilisation erfordert, sind im Jahre 1925 auf ein Minimum gesunken. Ferner 
ist der relative Hochstand der Wehrmachtausgaben für 1924 laut »Inventaire« (1924 S. 24) zum Teile 
damit erklärt, daß einige der für 1924 bewilligten Kredite erst für 1925 bestimmt und auf dieses Etatjahr 
übertragen, in dem bearbeiteten Etat aber nicht ausgewiesen sind. Anderseits ist für das folgende 
Etatjahr 1926 mit vermehrten Heeresausgaben zu rechnen, wenn die Mehrkosten infolge der Durch- 
führung der geplanten Heeresreform einbezogen werden, die von dem französischen Kriegsminister — 
wie oben im einzelnen ausgeführt wurde — insgesamt auf über 200 Millionen fr, veranschlagt sind. 
Eine Reihe von Ausgabeposten werden auch nach der Durchführung der Währungsstabilisierung durch 
entsprechende Erhöhung des Preisniveaus eine zwangsläufige Steigerung erfahren. Aus alledem geht 
hervor, daß die Heeresausgaben des Etatjahres 1925 einen vorübergehenden Tiefstand zeigen. 
Zur Beurteilung der etatmäßigen Ausgaben für die Landesverteidigung, insbesondere in Hinsicht auf 
einen Vergleich zwischen Vor- und Nachkriegszeit und mit den Ausgaben anderer Länder, ist 
weiter zu berücksichtigen, inwieweit Ausgaben für das Heer auf Gründ besonderer Kredite außerhalb 
des Etats getätigt oder sogar Mittel für Anschaffungen im Heeresinteresse bereitgestellt werden, die gar 
keiner oder doch nur einer nachträglichen Bewilligung unterliegen, 
Die Einnahmen und Ausgaben des Service des Poudres et Salpetres, welcher als Rüstungsindustrie dem 
Heeresinteresse dient, sind in einem Budget Annexe ausgewiesen. Das Kriegsministerium unterstützt 
ihn durch Zuschüsse. Außerdem leistet das Schatzamt gelegentlich Vorschüsse, die aber, soweit sich 
aus dem Etat entnehmen läßt, für 1914 und 1925 nicht in Frage kommen. 
Die Ausgaben für die Landesverteidigung, welche über Spezialrechnungen geführt werden, konnten bei 
der Aufarbeitung in den meisten Fällen nicht festgestellt werden. In dem Etat von 1914 ist eine Aufstellung 
von Spezialrechnungen nach dem Stande vom 1. Januar 1913 gegeben, in welcher unter anderem eine 
solche für die Anschaffung von Kriegsmaterial ( Perfectionnement du Materiel d’ Armement et Reinstallation 
de Services Militaires) mit einem Ausgabeüberschusse von 179 758 056 fr. ausgewiesen ist, Über die Höhe 
der gesamten Aufwendungen ist keine Angabe gemacht. Außer dieser im Etat aufgeführten Spezial- 
rechnung haben vor dem Kriege noch drei weitere für Wehrmachtausgaben bestanden?), und zwar: 
1. Compte de la Defense Nationale et de V’Exnedition du Maroe, die — wie oben erwähnt — 1914 
abgeschlossen ist. 
2. Depenses Non Recowvrables, Interessant la Defense Nationale. 
3. Compte des Depenses Afferentes aux Amtliorations de 1’ Armement Naval. 
Die hierher gehörenden Ausgaben stellen einen regelrechten. außerordentlichen Etat dar, sind aber 
N OHIO NH ln nicht in den Haushaltvoranschlag mitaufgenommen 
echnang ur een N ngen ) er vorherigen Bewilligung entzogen. Dagegen ist die Spezial- 
E gs osten für 1925 mit Voranschlagziffern im Etat ausgewiesen, so daß die hier- 
her gehörenden Ausgaben bei der Aufarbeitung‘) berücksichtigt werden konnten. 
?) Einschließlich Besatzungsarmee 
7 Üben ar Fra i ration Spezialrechnungen, i i 
1076220. 5.200. Be monde Terre lea "00 "el alter insbe und Ausgaben auglichen sole, berichte 
en nu TOR  Deeb Ba HELEN A GE Grundstücken Einnahmen zu erzielen hoffte. Das Heeraininterial wurde dann 
de  PEauant N AKDSCHOAN N er tn an N EEE mit deren Erlös das Darlehen zurückzuzahlen war, nicht vorkauft, so daß 
‘} Vgl. Dreizehntes Kapitel, Ausgaben auf Grund des Krieges, 8, 4086 ff 
179
	        
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