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zen derart
Brüssel (gegründet 1801) und New York (gegründet 1817)
bezeichnen. England, Frankreich, Holland, Deutschland,
Belgien und die Schweiz waren bis zum Weltkrieg die ty-
pischen Länder des aktiven internationalen Effektenkapitalis-
mus, da aus ihnen dauernd Kapitalmengen anderen Ländern
zuströmten, sie befruchteten, oft auch politisch dienstbar
machten; Nordamerika dagegen war das typische Land des
passiven internationalen Effektenkapitalismus. Hat doch die
New Yorker Fondsbörse (Stock-Exchange) wie ein Saugappa-
rat immer neue europäische Kapitalien in die Union geführt
and dadurch eine wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht, die
ihr Volksvermögen von 16,1 Milliarden Dollar im Jahre 1860
auf 321 Milliarden Dollar im Jahre 1922 steigen ließ, Das
bedeutet eine Verzwanzigfachung in einem Zeitraum, in dem
sich das englische Nationalvermögen nur verdreifachte, das
französische etwas mehr als verdoppelte. Zu berücksichtigen
ist freilich der weit geringere Flächeninhalt Englands und
Frankreichs und die fehlende Befruchtung durch einen un-
aufhörlich fließenden Menschenstrom. Sind doch von 1821
bis 1921 33,2 Millionen Menschen in die Vereinigten Staaten
gewandert.
Die kapitalausführenden Länder sonderten sich vor dem
Weltkrieg nach den Hauptmotiven dieser Ausfuhr in drei
große Gruppen. Die Zur ersten Gruppe gehörenden —
Holland und die Schweiz — kauften bzw. notierten aus-
'ändische Effekten lediglich aus Anlage- bzw. Spekulations-
bedürfnis, das zur zweiten Gruppe zählende Belgien hatte
vor allem die Unterstützung seiner Industrie im Auge, die
Länder der letzten Gruppe dagegen — Deutschland, England
nd Frankreich — suchten außer dem industriellen ihren po-
litischen Einfluß in den kapitalnehmenden Ländern zu
stärken. In drei Gruppen schieden sich auch die kapital-
ainführenden Länder, Während die Vereinigten Staaten,
Südamerika und China das europäische Kapital zum Bau von
Eisenbahnen und Häfen, Kraftwerken und Fabriken ins
Land zogen, benutzten es Rußland, Italien, die Balkanstaaten
und Japan hauptsächlich zu Rüstungszwecken, d. h. zur Stär-
kung und zur Festigung ihrer militärischen und politischen
Macht. Spanien und Portugal dagegen nahmen Staatsan-
leihen in London, Paris und Berlin aus rein finanziellen
Motiven auf.
2. Geschichtliche Epochen.
Die Kapitalwanderungen in Effektenform von Land zu
Land beginnen frühzeitig, und zwar 1694, als zahlreiche An-
teile der in diesem Jahre gegründeten Bank von England