Full text: Leitfaden durch die Sozialpolitik

28 
LohHnfchußg. 
(eugnet werden, daß feine Anwendung fehr leiht zur Übermüdung 
und Abhegung der Arbeiterfhaft und im Laufe der Zeit zu 
[dweren körperlighen und feelifhen Schädigungen der Arbeitenden 
führen kann, wenn diefe Gefahr au durch die Einführung der 
Lohntarife, die die Arbeiter vor wilkürlidhen Herabfjegungen der 
Akkordfäge fHhüßen, wefentlid) gemildert ift. Ein weiterer [031a= 
ler Nachteil des Akkordfnjtems ijt die Tatfade, daß die ARKOrds 
löhne ohne Rückfiht auf das Alter und die Lebensftellung 
der Arbeiter gezahlt werden. So kommt es, daß fhon in fehr 
jungen Jahren, im Alter der hHöchften körperlidhen Leijftungsfähig- 
keit, im Akkord die hHöhijten Geldeinnahmen erzielt werden, und 
daß bei beginnender Abnahme der Körperkräfte, die bei körper. 
lid) [wer Arbeitenden häufig fehr früh einfebt, gerade zu der 
Deit, wo der Iohnarbeitende Familienvater eine Schar von heran: 
wadfenden und felbft nod nicht arbeitsfähigen Kindern zu er. 
nähren hat, die Geldeinnahmen bereits zu [inken beginnen. Daß 
die frühzeitigen hohen Derdienfjte jugendliher, no mit keinerlei 
Samilienpflichten belafteter Arbeiter aud in fittliher Beziehung 
zu f&hweren Bedenken Anlaß geben, bedarf kaum der Erwähnung. 
Beftrebungen, diefem Übel abzuhelfen, find im Gange. Man verfucht, 
durdy fogenannte „progrefjfive AkRkordlöhne“ die Löhne 
mit Rückjidght auf die Laufbahn und den Lebensgang zu ordnen. 
Durdy den & 78 des Betriebsrätegefekes, der den Arbeitnehmern 
bei der Einführung neuer Lohnmethoden Mitwirkungsrechte zu: 
billigt, ijt den Arbeitern aud} innerhalb der einzelnen Betriebe 
die Möglichkeit gegeben, fiH für eine Ausgeftaltung der Löhne 
nad) diefer Richtung hin (fogenannte Soziallöhne) einzufeken. 
In ihren fozialen Wirkungen günftiger zu beurteilen find 
die zum Teil fjehr verfeinerten Prämienlohn« und Gewinne. 
beteiligungsf{yjteme. Wir finden den Prämienlohn zum 
Teil mit dem Seitlohn verquict, um dadurch die gewünfdhte Pros 
duktionsbefdhleunigung herbeizuführen, zum Teil mit dem Akkords 
[ohn, um beffere Arbeitsqualität zu erreihen. Das Suyltem läßt 
fid nad) vielen Ridtungen hin abwandeln, ift aber audy der Wil 
kür nicht ganz entzogen und kann in gewiffen Anwendungsformen 
(Taylorfyjtem) zu ebenfo fhweren Mifjtänden führen wie das 
reine Akkordlohnfyjtem. Dieje Fehler vermeidet das Gewinn» 
beteiligungsfnitem, als deffen Dorftufe die Anwendung der 
fogenannten „gleitenden £ohnfkalen“ anzufehen ijt, die den 
Arbeitslohn fid mit der jteigenden und fallenden Konjunktur auf 
und ab bewegen Iafjen. Die Gewinnbeteiligung der Arbeiter wird 
D 
in dei 
triebe 
lein p 
der U 
in ei 
die £ı 
den 1 
abhän 
Arbeit 
Wäö 
zu de 
für di 
nad) 
erhalt 
Arbeit 
Ahnlic 
nad} 
ijt. 
denen 
Äquiv 
Penfic 
Bere 5 
82. 
Die 
die R 
enthäl 
graph 
jogen« 
zahlun 
Arbei: 
trag 
bie 0 
regeln 
zeuge 
Betra: 
£ohnz 
wäh 
der KR 
ih a
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.