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XIII. Abschnitt. Kriegskosten. 141
A. Wiedergutmachung von Schäden usw. infolge des Krieges:
Invalidenpensionen (bis Ende 1872 und
Dotation des Invalidenfonds)
591,—
Millionen Mark
Beihilfen an Angehörige der Reserve
und Landwehr
Beihilfen an aus Frankreich vertriebenen
12-)1
n
Deutschen
Entschädigung der deutschen Rhe6-
derei usw.
Ersatz von Kriegsschäden und Kriegs16,8
5?
leistungen
113,1
B.
Wiederherstellung der deutschen Kriegsmacht
558,3
0.
Ausgaben für allgemeine Verwaltungszwecke
und Verwaltungsreformen
107,7
D.
Kapitalanlagen in ertraggebendemReichsvermögen
(Eisenbahnen)
431,4
>1
Die Fortschritte der Technik hat eine
konsequente Steigerung
der Kriegskosten in neuester Zeit herbeigeführt. Auf Grund dieser
Erfindungen wurden vor Ausbruch des Weltkrieges Berechnungen
gemacht, welche Kosten der zukünftige Krieg verursachen wird,
insbesondere ein Krieg zwischen dem Zweibund und dem einstigen
Dreibund.
So nimmt eine halboffizielle Schrift 1 ) an, daß der zukünftige
Krieg der Monarchie einen täglichen Kostenaufwand von 20 Millionen
verursachen wird. Mit Hinzurechnung der Flotte werden
die Kosten per Jahr auf Milliarden Kronen geschätzt, welche
sich mit Hinzurechnung von Kriegsschäden, unmittelbaren Verlusten
und sonstigen finanziellen Folgen auf 15 Milliarden steigern
sollten. In Wirklichkeit haben im Weltkriege die täglichen Kriegskosten
der Monarchie schon im Anfange des Krieges — später
stiegen die Ausgaben konsequent — beiläufig 50 Millionen täglich
betragen.
Ebenso blieben die Schätzungen von Bloch, Renaud weit hinter
der Wirklichkeit zurück, freilich haben beide einen Krieg zwischen
dem Dreibund und Zweibund vorausgesetzt, nicht aber einen
Weltkrieg.
Über die tatsächlichen Kosten des gegenwärtigen Weltkrieges
*) A hadiköltsegvetes az ällamhäztartäs kerefeben (Das Kriegsbudget im
Rahmen des Staatshaushaltes). Budapest 1911.