lin genießen, muß aber Medicin oder Chirurgie studiren. Die Ver-
leihung erfolgt durch das Kultus-Ministerium (Lisco S. 322).
Hennigsches Stipendium,
von dem Kürschnermeister Henni g in Memel beim dortigen Magistrat
1864 begründet. Kapital 2650 Thlr. Die Zinsen sollen zu Gunsten
von Kindern der Stadt Memel, welche von dem dortigen Gymnasium
zur Universität abgehen, verwendet werden.
Henningsche Stiftung.
Landrichter Hen ni g (t 1857) legirte 1000 Thlr. behufs Gründung
einer Stiftung zur Unterstützung arbeitsunfähiger Tagelöhner und
Dienstleute in Schwelliu (Köslin).' Das Kapital wird bei der Kirchen
kasse Deiroaitct; die Bestimmung über die aus dem Legate zu gewähren
den Unterstützungen haben der jedesmalige Besitzer Doit, şchwellin, der
Geistliche, der Schulze und ein Tagelöhner gemeinschaftlich.
Henning-Oppermannscheö Legat,
gestiftet 1660 durch den damaligen Bürgermeister Henning-Oppcr-
iitstint zu Stolberg am Harz. Die Zinsen von 1000 Thlr. werden
durch den Magistrat als Stipendiuni an einen Studircndcn auf 3 Jahre
verliehen.
Henrietten-Stiftung zu Berlin.
Alex. Mendelssohn, Geh. Kommerzienrath zu Berlin und dessen
Bruder, Prof. Dr. Georg Benjamin Mendelssohn in Bonn be-
stimntten 4000 Thlr. für eine unter dem obigen Namen zum Andenken
ihrer verstorbenen Mutter, Frau Henriette geb. Meyer zu errichten
den Stiftung. Dieselbe soll von dem Knratorinm der „M. Mend el
fo huschen Waisen-Erziehungs-Anstalt" verwaltet und der Zins-Ertrag
zur Aussteuer von Mädchen, welche Zöglinge dieser Anstalt gewesen
sind, verwaltet werden. Der Betrag der Aussteuer ist für jeden ein
zelnen Fall auf 200 bis 500, ausnahmsweise bis 800 Thlr. normirt.
Der Magistrat, welcher über di- gedachte Anstatt die Aufsicht führt,
hat dieselbe auch über die hier gedachte Stiftung. — Gleichzeitig über
wiesen die Gebrüder Mendelssohn der Stadt Berlin 1000 Thlr.
unter der Bedingung, daß damit eine Stiftung zu dem Zweck gegrün
det werde, um hiesigen Einwohnern oder deren Wittwen, welche wegen
Schulden, namentlich Miethsschnlden verfolgt werden, aufzuhelfen.
Henrietten-Stiftung zu Münster.
Bon der am 29. Januar 1865 + Vorsteherin der Seminar-Töchter
schule Henriette Bnchholz ins Leben gerufen und nach ihr benannt.
Bei Gelegenheit der begangenen Feier ihres fünfzigjährigen Amtsjubi-
lättms bestimmte sie das ihr vom Staate verliehene Ehrengeschenk von
100 Thlr. zum Grundkapital eines Unterstützungs-Vereins von Lehre
rinnen. Ein Verein von Lehrerinnen trat zusammen und zu Ansang
des Jahres 1864 waren 2680 Thlr. angesammelt; durch die letztwilligc
Anordnung der Stifterin, welche ihren ganzen Nachlaß nach Abzug
einiger Legate für die Zwecke des Vereins bestimmte, erlangte der Fonds