Metadata : Preußisches Landbuch

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Brüderschaft  verliehenen  Fahnen,  sowie  die  zweihändigen  Schwerter
und  Flamberge,  welche  die  Brüderschaft  als  Denkmäler  einer  ehrwürdigen ­
  Vergangenheit  aufbewahrt.  Es  war  ein  prächtiges  Stück  des  in
unseren  Tagen  immer  seltener  werdenden  korporativen  Lebens,  welches
in  diesem  Zuge  vor  uns  vorüberzog,  und  einen  schönen  Anblick  gewährte ­
  cs  in  der  That,  diese  kräftigen  Gestalten  in  ihrer  kleidsamen
Tracht  mit  den  bekannten  großen  Silberknöpfen  und  mit  dem  ihnen
eigenthümlichen  würdevollen  Anstande  einherschreiten  zu  sehen."  Tie
Salzwirker-Brüderschaft  besitzt  auf  diese  Weise  bereits  54  Fahnen,  die
in  der  Moritzkirchc  zu  Halle  aufbewahrt  werden.  Die  meisten  dieser
Fahnen  haben  ein  hohes  Alter.  .
Sambachsches  Stipendium  zu  Neu-Ruppin.
Vom  Inspektor  Sambach  zu  Zehdenick  und  seiner  Gattin  geb.  Weise
1761  mit  1000  Thlr.  gestiftet.  Es  wird  an  einen  Studirenden  der
Theologie,  der  das  Gymnasium  zu  Neu-Ruppin  besucht  hat,  lutherischer
Konfession  und  unvermögend  ist,  auf  3  Jahre  von  dem  Magistrat  zu
Neu-Ruppin  verliehen.
Bernhard  Samberg,
(t  1844  zu  Münster),  Kammerdiener  des  Erzbischofs  Frhrn.  zu  Dro  ste-Vischering,
  vermachte  der  Gemeinde,  Stadt  und  Kirchspiel  Metelen
(Steinfurt)  4000  Thlr.,  deren  Zinsen  von  dem  Pfarrer  des  Orts  für
arme  Kranke  und  arme  Waisen  der  Gemeinde  verwendet  werden  sollen.
SamuelscheS  Bermächtniß  zu  Siegburg.
Dasselbe  besteht  aus  2000  Thlr.  für  die  jüdischen  und  2000  Thlr.
für  die  übrigen  Armen,  welche  der  Rentier  Abraham  Samuel  (f  1834)
der  Stadt  le  girle.  Die  Zinsen  sollen  im  Winter  zur  Anschaffung  von
Brot  und  Holz  verwendet  werden.  Das  den  jüdischen  Armen  bestimmte
Kapital  wird  von  den  Vorstehern  der  jüdischen  Gemeinde  unter  Aufsicht ­
  der  städtischen  Armen-Behörde  verwaltet.
Ş  a  nd  er-Stiftung.
1859  bei  Gelegenheit  des  50jährigen  Amts-Jubiläums  des  Haupt-Lehrers
  Sander  in  Breslau  begründet,  steht  sie  unter  dem  Magistrat,
der  dieselbe  durch  einen  Beitrag  von  100  Thlr.  unterstützte,  und  einem
von  den  evang.  Elementar-Lehrern  der  Stadt  gewählten  Kuratorium.
Sie  bezweckt  die  Unterstützung  der  Wittwen  und  Waisen  Breslauer
städtischer  Elementar  -  Lehrer.  Die  Unterstützungen  werden  alljährlich
am  10.  Äpril,  dem  Geburtslage  Sanders  ausgetheilt,  so  daß  jedes  Kind
unter  17  Jahren  einen,  die  Mutter  zwei  Antheile  erhält.  Eine  Anzahl
ehemaliger  Schüler  der  Elementar-Schule  Nr.  6,  an  welcher  Sander
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von  fleißigen  Schülern  bei  der  alljährlich  stattfindenden  öffentlichen
Prüfung.  —  Die  (erstgedachte)  Sander-Stiftung  hat  ihre  Wirksamkeit ­
  am  10.  April  1863  begonnen,  wo  von  einem  Kapital  von  525
Thlr.  die  Zinsen  an  9  Wittwen  und  8  Waisen  vertheilt  wurden.
            
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