RUNDFUNKREKLAME
Abb. ı13. Flugzeugreklame; die Buchstaben können auch
beleuchtet werden.
‘König, Reklamepsychologie, 3. Aufl, 1926, Verlag von R. Oldenbourg, München u. Berlin.)
h) Rundfunkreklame,
Rundfunk im Dienste großer Sendestationen reicht kaum
wenige Jahre zurück. Die britische Sendekompagnie mit einem
Gründungsdatum 15. Dezember 1022 ist die älteste, ihr folgen
die französische Station mit dem ‚Eröffnungsdatum vom
20. Jänner 1923, die deutschen Stationen im Laufe des Jahres
1924 USW.
Der Rundfunk stellte der Reklame unbegrenzte Betäti-
gungsmöglichkeiten in Aussicht. Diese erfuhren jedoch so-
fort eine. enge Begrenzung dadurch, daß nahezu in allen
Staaten das ‚‚Senden“ Staatsmonopol und nur die Durch-
führung Privatgesellschaften unter strenger, staatlicher Auf-
sicht übertragen wurde.
Die geschäftliche Reklame auf dem Wege des Rund-
funkes ist in den meisten Staaten, insbesondere auch in Eng-
iand, Frankreich, der Schweiz und Österreich ver-
boten. In Deutschland hat die Reichspostreklame-Ges.
m. b. H. das Rundfunk-Reklamemonopol. Dasselbe wird
in der Form ausgenützt, daß täglich um ca. 9,40 Uhr abends
in der Gesamtdauer von 5 bis 10 Minuten 4 bis 6 Reklamen in
einer von dem Reklametreibenden gewählten Form durch-
gegeben werden. Im Anschlusse daran erfolgen Mitteilungen
der Sendegesellschaft über Begünstigungen der Rundfunk-