Object : Die Arbeiterfrage

22*

339

Stehe  auf  dem  Standpunkt  der  Monisten.  (2.)
[T.B.]
Innerlich  mit  der  Kirche  gebrochen,  äußerlich  dürfte
ich  ihr  nicht  mehr  lange  angehören,  (x.)  [T.  F.]
Bin  noch  nicht  ganz  von  Gott  abgefallen.  (3.)
[T.F.]
Ich  glaube  an  keinen  Gott.  Aus  der  Kirche  bin
ich  noch  nicht  ausgetreten,  weil  die  Sache  noch
nicht  populär  genug  ist.  (3.)  [T.  F.]
Über  diese  Frage  bewahre  ich  immer  lieber  Diskretion. ­
  (3.)  [T.  B.]
Erstens  giebts  keinen,  zweitens  sein  die  hohen
Steuern.  (4.)  [T.  F.]
Ich  glaube  an  kein  Göttlicheswesen.  bin  aber  noch
nicht  der  Landeskirche  ausgeschieden.  Um  einen
Zwiest  in  der  Familie  zu  vermeiden.  (3.  t.)  [T.  F.]
An  den  lieben  Gott  glaube  ich  soviel  wie  garnicht
mer.  Zum  austrit  aus  der  Landeskirche  habe  ich
den  Mut  noch  nicht  gefunden,  teils  auf  die  rücksicht
  meiner  röligiösen  Eltern,  teils  aus  mir  selbst.
(30  [T.F.]
Ich  glaube  nur  noch  zuweilen  an  ein  Höhres  Wesen, ­
  früher  war  ich  viel  frömmer.  In  schweren
Stunden  rufe  ich  immer  den  lieben  Gott  an.  (3.)
[T.F.]

u
<D

<

Jahre

33

<

c
5

Die  notwendigkeit  aus  der  Kirche  auszutreten,  habe
ich  noch  nicht  empfunden,  wiewohl  mir  die  Kirche
gerade  zu  sagen  auch  nichts  nützen  kann.  Was
I  aber  nicht  mit  meinen  Glauben  in  Betracht  kommt.
:  An  einen  lebendigen  lieben  Gott  muß  ich  glauben,
das  ist  so  tief  in  mir  gewurzelt,  und  ich  bete  oft
zum  lieben  Gott  ganz  wunderliche  Gebete.  (3.)
[T.F.]

33

2

Nein,  denn  wenn  wir  einen  Gott  hätten,  wie  er
uns  in  der  Schule  und  Kirche  gelehrt,  würden  seine
Vertreter  die  Pfaffen  auch  nicht  eine  Stunde  mehr
auf  Erden  sein.  (3.)  [T.  B.]

34

2

Beides  nicht.  Es  mag  ein  gut  Stück  Konservativismus ­
  sein  das  ein  großer  Teil  Parteigenossen  der
Kirche  angehören.  Ihren  Einfluß  hat  die  Kirche
dadurch  verloren,  daß  sich  ihre  Diener  zu  skrupellosen ­
  Werkzeugen  des  klassenstates  erniedrigten.
(1)  [T.B.]

34

An  den  Gott  der  heutigen  Staatskirchen  glaube  ich
nicht.  Ich  weiß  nicht  ob  es  einen  Gott  giebt.  Ich
weiß  nur,  daß  es  unlösbare  Fragen  giebt.  Gott  heißt  für
mich,  etwas  unfaßbares  mit  einem  Wort  ausgedrückt. ­
  Im  übrigen  halte  ich  sehr  viel  von  der
Anschauung  Goethes  im  Faust.  Ich  verfolge  mit
Interesse  den  Kampf  zwischen  Freidenkertum  und
Christentum  und  den  Streit  zwischen  liberalen  und
sogenannten  positiven  Christen.  Seit  dem  Jahre  1904
bin  ich  aus  der  evangelischen  Landeskirche  ausgetreten ­
  und  auch  nicht  kirchlich  getraut.  (1.)
[T.B.]
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.