Die Bevölkerungsverhältnisse der Erde
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Krieg übervölkert waren, am stärksten von den Großstaaten
Deutschland und Großbritannien.
Unter 100 Einwohner hatten die Balkanstaaten, Rußland
und Spanien. Diese großen Gebiete sind also noch sehr auf
nahmsfähig.
Wenn wir die Kulturfläehe eines Staates mit 100 multi
plizieren, erhalten wir jene Einwohnerzahl, die nach unserer
Voraussetzung für sein Gedeihen wünschenswert wäre.
Machen wir diese Rechnung für die wichtigsten Staaten, so
erhalten wir folgendes Bild;
Sollte
haben
Millionen
Einwohner
Hatte
faktisch
Millionen
Einwohner
Also um
Millionen
Einwohner
Großbritannien
. . 2P4
456
24’2 zu
viel
Deutschland
. . 35-2
60
24-8 »
Italien
. . 20-3
359
15-6 »
>
Das frühere Österreich
. . 18-6
28-6
10-0 .
>
Frankreich
. . 37 5
39-3
1-8 »
»
Spanien
. . 29 7
19-6
10’ l zu
wer
Rußland
. . 246-2
148-0
98-2 *
Diese Betrachtungen sind wohl rein theoretische, weil sich
natürlich an den bestehenden Verhältnissen nichts Grundlegendes
ändern läßt. Sie sind aber insofern interessant, als sie mit aller
Deutlichkeit zeigen, daß für jene Staaten, die keine Kolonien
haben, nur erübrigt, zu trachten, daß sie ihren Menschenüberschuß
in die menschenarmen Gebiete Rußlands, Spaniens und der Balkan
staaten oder nach Übersee abgeben können. Für das übervölkerte,
seiner Kolonien verlustig gewordene Deutschland ist Rußland der
natürliche Bundesgenosse, wenn sich erreichen läßt, daß es seinen
Überschuß aufnimmt.
Für die aus dem früheren Österreich entstandenen Nach
folgestaaten wäre von diesem Gesichtspunkte nichts natürlicher
als der wirtschaftliche Zusammenschluß mit den dünner be
völkerten Nachbarstaaten, insbesondere Ungarn und den an
grenzenden Balkanstaaten. Wir werden hier an sehr wichtige
Grundzüge der Bismarckschen Politik erinnert.
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