Metadata : Ansprachen und Vorträge

Die  Gruppe  der  Geschäftsmänner

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Großzügig  bei  Leroy-Beaulieu  ist  das  durchgreifende
Hervorheben  dreier  Haupitendenzen  als  derjenigen,  welche  die
heutige  Wirtschaftsepoche  charakterisieren.  Diese  sind:  1.  Das
Sinken  des  Zinsfusses  und  die  damit  zusammenhängenden  Erscheinungen, ­
  deren  Endresultat  ihm  eine  Nivellierung  der  wirtschaftlichen ­
  Lage  der  verschiedenen  Klassen  zu  sein  scheint;
2.  die  moderne  Kolonisierungsbewegung,  und  3.  die  stete  Erweiterung ­
  der  Befugnisse  des  Staates.  Diese  drei  Hauptendenzen  beherrschen ­
  abwechselnd  das  ganze  Denken  Paul  Leroy-Beaulieus.
  Übrigens  hat  er  auch  jeder  derselben  ein  eigenes  Werk
gewidmet  *).
Mit  dem  Sinken  des  Zinsfußes  hängt  zusammen  :  das
Sinken  der  Grundrente  und  des  Unternehmergewinnes,  die  abnehmende ­
  Produktivität  der  industriellen  Kapitalanlagen  und
das  Steigen  der  Löhne.
Auf  eine  Verringerung  des  Zinsfußes  wirken  hin:  Die
Sicherheit  des  Verkehrs  und  das  zunehmende  Auftreten  der
Darlehen  in  Form  von  leicht  realisierbaren  Effekten  ;  die  ständige
Zunahme  der  Ersparnisse  und  der  Umstand,  daß  diese  sofort ­
  auf  den  Markt  gebracht  werden  ;  am  wirksamsten  aber  wird
der  Zinsfuß  herabgedrückt  durch  die  stufenweise  Abnahme  der
Produktivität  der  über  eine  gewisse  Grenze  hinaus  im  Boden
oder  in  der  Industrie  angelegten  Kapitalien i)  2 ).  Dem  Sinken  des

i)  Der  ersten  :  „Essai  sur  la  répartition  des  richesses  et  sur  la  tendance  à
une  moindre  inégalité  des  conditions“;  der  zweiten:  „De  la  colonisation  chez  les
peuples  modernes“  ;  der  dritten  :  „L’Etat  moderne  et  ses  fonctions.“
*)  Das  Gesetz  vom  abnehmbaren  Bodenerträge  steht  längst  fest;  anders
Leroy-Beaulieus  Aufstellung,  daß  auch  die  industriellen  Kapitalien  eine  Tendenz
zu  geringerer  Produktivität  haben.  Dieselbe  leuchtet  jedoch  sofort  ein,  wenn
man  auf  die  zweifache  Einschränkung  achtet,  welche  unser  Autor  selbst  macht.
Er  meint  nämlich  nur  eine  bestimmte  Kapitalart:  das  Anlagekapital  und  hat
zweitens  die,  wie  er  sie  nennt,  „wirtschaftliche“,  nicht  die  materielle  Produktivität ­
  im  Auge.  „Ich  betrachte  es  als  hochbedeutsam,“  schreibt  er,  „unter  den
Kapitalarten  die  äußerst  wichtige  der  installations*  genau  unterschieden  zu
haben,  was  vor  mir  nicht  geschehen  war.  Es  ist  aber  unleugbar,  daß  jedes
neue  Anwachsen  von  Kapitalien  dieser  Art,  wenn  die  hauptsächlichsten  Kulturwerke ­
  einer  Epoche  im  Verhältnis  zu  den  technischen  Kenntnissen  derselben
weit  vorgeschritten  sind,  erwarten  muß  ,  etwas  weniger  produktiv  zu  sein,  als
das  vorher  angelegte.“  So  wird  z.  B.  ein  in  einem  großen  Hafen  errichteter,
mächtiger  Kran  beträchtlich  größeren  Ertrag  abwerfen,  als  ganz  gleiche  Kräne,
die  später  mit  demselben  Kostenaufwand  in  kleineren  Häfen  zur  Aufstellung
            
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