zweizylindrigen Deutzer Petroleummotor auf gemeinsamer Grundplatte in
den Waggon eingebaut. Der Kondensator zur Kältemaschine ist auf das
Dach des Waggons als Verdunstungskondensator montiert, und den Ver-
dampfer bilden Rippenrohrsysteme, welche direkt an die Decken der
Laderäume befestigt sind. Das Ammoniak verdampft in diesen Rohren,
erzeugt in der Umgebung derselben, also in den Laderäumen, Kälte, wird
vom Kompressor abgesaugt und in den Kondensator gedrückt, wo es
verflüssigt wird, um von neuem zur Verdampfung zu gelangen. Schwierig-
keiten bietet die Waggonkühlung nur in bezug auf die Bedienung des
Kondensators und Motors mit Kühlwasser. Dieserhalb sind unter dem
Waggon einige Kühlwasserbehälter montiert, in welchen genügend Kühl-
Fig. 21.
Ammoniak-Zwillingskompressor, angetrieben durch Petroleummotor.
wasser mitgenommen wird. Das Wasser wird durch eine besonders ein-
gebaute Zirkulationspumpe ständig zwischen Kondensator und Kühlwasser-
behälter zirkuliert. Die Kühlung des Motors erfolgt in der Weise, daß
sogenannte Wabenkühler auf dem Dache, neben dem Berieselungskondensator
eingebaut sind, mittels welchen das Kühlwasser des Motorzylinders eine
ständige Rückkühlung erfährt. Der eine der beiden Behälter unter dem
Waggon ist in mehrere Abteile getrennt, von denen das eine den Kühl-
wasservorrat für den Motor enthält, während das zweite Abteil als Vor-
ratsbehälter für den mitzuführenden Brennstoff dient. Der Motor, ein
Modell, welches die Deutzer Gasmotorenfabrik vielfach als Bootsmotor
liefert, treibt den Kompressor durch Zahnradübersetzung an (Fig. 21), und
ist eine Reibungskupplung eingebaut, welche es ermöglicht, den Motor leer
anlaufen zu lassen.
Zur Unterstützung der Kühlung durch die Deckenrohrsysteme in den
Laderäumen ist noch je ein besonderer Luftkühler mit Ventilator an-
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