der Straße von Salta nach Cerillos und La Merced, 5000 $ für den Fahrweg von
Poman nach Pajonal, 5000 $ zur Herstellung eines Weges von Arenal nach La
Ollada und 10000 $ von Ledesma nach Embarcacion und Oran. Für Catamarca
wurden 15000 $ für den Bau des Fahrweges von Ancasti nach Icano ausgeworfen.
Von größeren Bauten erwähnen wir den Bau eines großen Marktgebäudes in
La Plata, dessen Gesamtkosten auf 5078850 $ berechnet wurden; ferner den pro-
jektierten Neubau der Associacion de Socorros Mutuos in Buenos Aires, der
1 Million Pesos kosten soll, auf einem Terrain, das 600000 $ gekostet hat, und den
projektierten Bau von Werkstätten für das Hospicio de Las Mercedes, wofür
325321 $ bewilligt wurden,
In Bezug auf die argentinische Industrie wenden wir uns zunächst der Elek-
trizität zu und erwähnen, daß die Stadt Buenos Aires neuerdings außer mit der
erst kürzlich konzessionierten Italienisch-Argentinischen Elektrizitätsgesellschait
auch noch mit der Lacroze-Gesellschait Kontrakte abgeschlossen hat. Letztere ist,
wie wir einer Zeitung entnehmen, als gleichzeitige Besitzerin eines großen Tramway-
Netzes und Konzessionärin für Untergrundbahnen in Bezug auf die Verbilligung der
Gestehungskosten des Lichtstroms durch einen großen Kraftkonsum am Tage ebenso
günstig gestellt wie die deutsche Elektrizitäts-Gesellschaft, der alle anderen Tramway-
linien für die Abnahme von Strom über die ganze Dauer der Konzession hinaus verpflichtet
sind. Auf besondere Vorrechte, die die Lacrozegesellschaft beanspruchte, und welche
einen dreifachen Konflikt zwischen dem Stadtrat und Magistrat bezw. der Stadtver-
waltung und dem nationalen Bauministerium und zwischen der Deutsch-Überseeischen
Elektrizitätsgesellschaft und der Stadt herbeiführten, hat sie verzichtet und sich mit
einer der deutschen Konzession gleichartigen begnügt, Nun heißt es, daß der Senat
auch im Begriff stände, der Pacificbahn die Erlaubnis zu erteilen, Strom auch außer-
halb ihres Betriebes von den noch zu erbauenden Kraftwerken für den Lokalverkehr
abzugeben. Zum Glück ist Buenos Aires eine außerordentlich schnell wachsende Stadt,
die auch noch eine ungeheure Expansionsmöglichkeit besitzt, so daß das bisher in
dieser Industrie leitende deutsche Unternehmen trotz der angeführten Konkurrenz
auch noch weiter eine unübersehbar große Zukunft besitzt. Der erwähnten
italienisch - argentinischen Elektrizitätsgesellschait sind 2 Schweizer Groß-
firmen beigetreten, Ihr Kapital von über 11 Millionen Francs ist bereits gezeichnet.
und eine weitere Erhöhung des Betriebskapitals steht in nächster Zeit zu erwarten.
Die Elektrizitätsindustrie erobert sich auch anderwärts in Argentinien ein immer
weiteres Feld. Die Hydro-Electric-Company of Tucuman hat ihr Kapital auf
2000000 $ Gold erhöhen müssen. Die Compania Argentina de Electricidad besitzt
heute auch schon 12 elektrische Lichtstationen und 2 Gaswerke und kontrolliert
ferner die Compania de Luz y Tranvias del Norte, der auch die elektrische Bahn
in Salta gehört. Auch die Regierung beabsichtigt beim projektierten Stauwerk EI
Cadilläl in Tucuman ein hydro-elektrisches Werk zu errichten, welches zunächst
die Zweigbahn mit Kraft speisen soll, die zu dem Damm führt und hat zu diesem
Zwecke 100000 $ m'n ausgeworfen. Sie genehmigt ferner die Errichtung eines hydro-
elektrischen Werkes, welches die Zentralbahn in Rio Tercero ausführen will, und
dessen Kosten auf 150000 $ veranschlagt worden sind. Weiter erhielt eine argen-
tinische Firma für 20 Jahre Konzessionen für elektrische Lichtstationen in Vera
und San Lorenzo in der Provinz Santa Fe. Eine andere Konzession wurde den
Herren Torres & Co. zur Errichtung einer elektrischen Lichtstation in Punta Alta
(Puerto Militar) erteilt. Bei der Regierung der Provinz San Juan kam die Firma
J. G. White & Co. um eine Konzession ein, die Ströme der Provinz für ein extensives
System hydro-elektrischer Kraftstationen benutzen zu dürfen, Wir erwähnen auch
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