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erster Linie aber auf der Ausbreitung ihrer oberirdischen Organe,
der beblätterten Stengel, die dem Reis, besonders in den Subtropen,
Licht und Sonnenwärme, die er dort besonders nötig
hat, absperren. An den Grenzen des Reisbaugebietes sind deshalb
die Unkräuter der Kultur um so gefährlicher, je weniger
zuverlässig die klimatischen und meteorologischen Verhältnisse
sind. Denn bei einer Unterschreitung des Mindestmaßes an
Licht, die der Reis verlangt, bei stärkerer Abkühlung des Berieselungswassers,
bleibt der Reis im Wachstum zurück, während
die meisten Unkräuter keinen Schaden dadurch leiden. — Die
Reisunkräuter wirken natürlich auch dadurch noch nachteilig, daß
die Beimengung ihrer Samen den Marktwert des Reises herabsetzt.
Die Bekämpfung des Unkrauts muß auf verschiedene
Weise stattfinden. Überall kommt selbstverständlich als vorbeugende
Maßregel die Reinheit des Saatgutes in Betracht.
Wie schon erwähnt, pflanzen sich aber gerade die Wasserunkräuter
reichlich vegetativ fort, so daß gegen sie auch die größte
Sorgfalt bei der Reinigung des Saatreises nichts nützt. Manche
lassen sich nur durch Jäten niederhalten. Auf breitwürfig gesäten
Feldern kann es nur mit der Hand geschehen und wird
in Italien zweimal vorgenommen. In den alten asiatischen Reisländern
wird auch bei Reispflanzung mit der Hand gereinigt.
Wann und wie die Jätung in Java vorgenommen wird, ist oben
schon. beschrieben worden. In manchen Gegenden wird ein
schaufelartiges Instrument dazu benutzt, das auf der Insel Bali
‚„„kiskis‘‘ heißt und in ganz ähnlicher Form auch in China und in
Italien üblich ist. Es wird mit der Hand gezogen oder geschoben.
In Italien. hat man es durch Anbringen einer Laufplatte verbessert,
die das zu tiefe Eindringen in den morastigen Boden
verhindert. Jack berichtet von der Malaiischen Halbinsel, daß
auf gutem Boden nur einmaliges Jäten nötig sei, auf armen Böden
zweimaliges. Die hohen, den Reis überwuchernden Unkräuter
schädigen ihn dort hauptsächlich durch Beschattung, die das
Schossen verhindert.
In den modernen Betrieben werden bei Reihensaat Maschinen
zum Reinigen verwendet; auf den italienischen Reisgütern viel-