bezeichnet werden. Absatzstörungen und Umsatzverringe-
rungen, Preissteigerungen, Betriebseinschränkungen und
eventuelle weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit wurden als
Folgen der oben erwähnten Spannung und der Unterhalts-
verpflichtung der solcherart geschaffenen oder vergrößerten
industriellen Reservearmee nachgewiesen, Erscheinungen, die
eine Gefahr sowohl für die weitere Entwicklung oder Ge-
sundung einer solchen Volkswirtschaft als auch durch Ver-
ringerung der Steuereingänge für den Bestand ihrer staat-
lichen Finanzwirtschaft zu bilden vermögen.
Unter diesen Umständen liegt die Frage nahe, ob es
keine Wege der Wirtschafts-, Lohn- oder Sozialpolitik $ibt,
die geschilderten Mißstände zu vermeiden.
Die Antwort auf diese Frage setzt eine neuerliche Er-
örterung der Verhältnisse und Beziehungen des Arbeits-
marktes voraus. Wir beziehen uns daher in der Folge
wiederum auf unser Diagramm in Fig. 3, das einen durch
chronische Arbeitslosigkeit gekennzeichneten Arbeitsmarkt
veranschaulichte und hier der Einfachheit halber in Fig. 7
zur neuerlichen Darstellung gselange.
Die Situation ist, wie bekannt, folgende:
Die Aufnahmsfähigkeit des Arbeitsmarktes ist durch
den gegebenen Verlauf der Nachfrage für jede Höhe des
Lohnsatzes eindeutig bestimmt. Diese Nachfrage stellt sich
uns wiederum dar als eine Funktion, d. i. in Abhängigkeit
stehend von den Verhältnissen auf dem Produktmarkte.
Dort bestimmte die durch die Produktionsbedingungen und
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Fig. 7. (Wiederholung von Fis. 3).
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