Object: Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

weiterhin durch die Vermittlung dieser so rührigen Geschäftsstelle den 
weitesten Kreisen zugesandt werden mögen, zum Besten der geistigen 
Kultur in unserem Vaterlande. 
•*. 
Namens der Buchdrucker-Kollegen sprach Herr Verleger 
Heinrich Otto-Krefeld: 
Er gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß dieser Tag nicht nur ein 
Ruhmes- und Ehrentag für die Firma und ihre Inhaber sei, sondern ein 
Ereignis für alle diejenigen, welche der Firma während ihres hundert 
jährigen Bestehens in irgend einer Weise näher getreten sind, insbeson 
dere aber für die Angehörigen ihres engeren Berufskreises, die Buch 
drucker des Deutschen Reiches. Wir Berufsgenossen vom 
Deutschen Buchdrucker-Verein, Sitz Leipzig, nehmen besonderen Anteil 
an der Entwicklung Ihrer großen Firma, die gerade unserm Gewerbe 
gewidmet gewesen ist. Das erste, was der Gründer der Firma angliederte, 
war ja ein Akzidenz- und Werkdruckbetrieb. Was ist aus diesem damals 
kleinen Buchdruckereibetrieb geworden! Wie hat er sich emporgerungen 
undausgestaltet durch alle Schwierigkeiten derZeit! Welch künstlerische 
Leistungen sind aus ihm ihervorgegangen! Heute haben wir einen 
sprechenden Beweis in diesem Ehrenblatte, das das Personal der Firma 
den Inhabern gewidmet hat. Sie sind vorbildlich, ja Lehrmeister ge 
worden für das ganze Buchdruckereigewerbe des Deutschen Reiches, und 
das danken wir Ihnen in erster Linie. 
Dank einer echt christlichen gesunden „Bevölkerungspolitik“, die Sie 
in der Familie der Firmeninhaber betrieben haben, war es Ihnen möglich, 
immer mehrere Vertreter Ihrer Familie in diejenigen Organisationen 
und Körperschaften zu entsenden, die unserm Berufe gewidmet sind. 
Ihre Firma hat sich niemals der Oeffentlichkeit verschlossen, hat sich nicht 
in sich selbst zurückgezogen, um nur ihren eigenen Interessen zu dienen. 
Sie hat unübertrefflichen Gemeinsamkeitssinn bekundet und Sie haben 
bewiesen, daß Zum Ganzen halten auch das Gedeihen des eigenen Be 
triebes mit sich bringt. Mit einem Opfersinn und einer Opferfreudigkeit, 
wie sie selten zu finden sind, haben Sie sich den Berufsvereinen ge 
widmet. Wenn gerade wir vom Buchdruckergewerbe noch einen weitern 
Dank abzustatten haben, dann ist es der für das hervorragende Beispiel, 
das Sie uns gegeben durch Ihre sozialen Einrichtungen, die Sie 
in Ihrem Privatbetriebe von kleinem Anfänge an zur großen Blüte aus 
gestaltet haben. Das dankt Ihnen nicht bloß der Deutsche Buchdrucker 
verein Kreis II, der seinen Sitz in Köln hat, der die Ehre hat, in Herrn 
Franz X. Bachem seinen zweiten Vorsitzenden zu besitzen, das dankt Ihnen 
auch der Buchdruckerverein des ganzen Deutschen Reiches, der mich be 
auftragt hat, seinen Dank, seine Anerkennung und seine Glückwünsche 
auszusprechen.
	        
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