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Seite darf man nicht etwa glauben, daß die Monotonie der
Arbeit den Arbeiter abstumpft. Er sinnt vielmehr immer
auf neue Arten, seine Spezialität lukrativer zu gestalten.
Mir wurde von einem zuverlässigen Maschinenbau-Ingenieur
berichtet, daß ihm Arbeiter bekannt sind, die sich von
ihnen ersonnene Einspannungs-Vorrichtungen in Washington
haben patentieren lassen. Diese patentierten Vorrichtungen
haben die Leistungen der betreffenden Arbeiter wesentlich
erhöhen können.
Das Bestreben der Amerikaner — anfänglich aus der Not
des Arbeitermangels geboren, dann zum wirtschaftlichen Prin
zip erhoben —, so wenig „Hände“ wie möglich zu beschäftigen,
und keine Verrichtung, für die eine Maschine gefunden
werden konnte, Menschen zu übertragen, das System der Ar
beitsersparnis-Maschinen, das man mit noch besserem Recht
das System der Arbeiterersparnis-Maschinen nennen dürfte,
ist so erfolgreich gewesen, daß die Höhe des Arbeitslohns
in Amerika für die Produktionskosten nicht entfernt dieselbe
wirtschaftliche Bedeutung hat wie bei uns. Es gibt bei uns
keine Industrie, die eine solche Lohnhöhe wie die ent
sprechende Industrie in Amerika vertragen könnte. Dies um
soweniger, als unsere Produktion, wenn auch willig, allgemein
Lasten unterworfen ist, die drüben zunächst noch un
bekannt sind. Doch die Arbeits- oder Arbeiterersparnis-
Maschinen allein waren es nicht, die manchen Vorsprung
bewirkt haben; sie sind nur unterstützende Hilfskräfte ge
wesen. Muß doch auch im Rahmen dieser Erörterungen
erneut betont werden, daß die Hochschutzzoll-Politik der
Vereinigten Staaten der amerikanischen Industrie gestattet,
am heimischen Markte die Verkaufspreise der Produktion
beinahe um die volle Höhe des vielfach fast prohibitiven
Zolles zu steigern, und daß diese Preissteigerung den Kanal
bildet, durch den der Fabrikant einen recht erheblichen Teil