Vorwort.
Die Arbeit stellt den Versuch dar, einen Überblick über das
weite Gebiet der Kontrolle unter besonderer Betonung der Wirk
samkeit derselben zu geben; sie wendet sich in erster Linie an den
Laien, in zweiter Linie an meine Berufsgenossen. Hieraus erklärt
sich, daß ich alles „Buchhaltungs-Technische", soweit nur angängig,
ausschalten und verschiedene Kapitel (vgl. z. B. „Die Berufs
bücherrevisoren im Ausland") inhaltlich so weit beschneiden mußte,
als nur ein klarer Überblick über das betreffende Einzelgebiet er-
ermöglicht wurde.
Das Schöpfen aus früheren Quellen war mir insofern ver
fügt, als die Materie der Kontrolle, abgesehen von den einseitig
ihren Jntereffenstandpunkt vertretenden Arbeiten einiger Praktiker
und verschiedenen kleineren Beiträgen in den handelswissenschaft
lichen Zeitschriften, in der Literatur so gut wie gar nicht behandelt
worden ist. Eine weitere Schwierigkeit bot sich mir beim Sammeln
von Material, als verschiedene beteiligte Kreise auf meine Anfragen
nicht eingingen; ferner verlief eine Enquete bei den deutschen
Revisionsgesellschaften fast resultatlos.
Wenn ich trotzdem versuche, die Wirksamkeit der Kontrolle
der Rechnungslegung einer Kritik zu unterziehen, so stütze ich
mich hierbei allein auf die Resultate meines mehrjährigen Studiums
dieser Frage und auf meine praktischen Erfahrungen als „freier
Bücherrevisor" sowie Beamter einer der ersten deutschen Treuhand-
gesellschaften. Sollte aber durch die Arbeit das Inter
esse an der Kontrolle der Rechnungslegung in weitere
Kreise getragen und dadurch eine Bewegung zu ihrem
systematischen Ausbau, den ich als eine crnste neue Auf
gabe unserer Handelshochschulen betrachte, eingeleitet sein,
so ist ihr Zweck erfüllt.
An dieser Stelle drängt es mich, allen denen zu danken, die
mich bei meiner Arbeit unterstützten, in erster Linie Herrn Geh.
Hofrat Prof. Dr. Eberhard Gothein-Heidelberg, der mir die weit
gehendste Förderung in seinem Seminar zuteil werden ließ. Auch