Full text: Essays of Benjamin Franklin

Die weiblichen Personen sind hiernach zu einem größeren Teile Ge 
schäftsleiter, als die männlichen Personen, und zwar beruht diese Erscheinung 
wohl darauf, daß die Frauen hauptsächlich im Alleinbetriebe derjenigen 
Geschäftszweige thätig sind, welche sich ihrer Natur nach mehr zum Geschäfts 
betrieb durch weibliche Personen eignen. Während sich die Zahl der 
männlichen Geschästsleiter nur um 1886 oder 0,5°/o vermehrt hat, zeigen 
die Ziffern für die weiblichen Geschäftsleiter eine Steigerung um 13 766 
oder um 17,\°/o. Nach der Statistik des Jahres 1882 waren von den 
94 439 weiblichen Geschäftsleitern 76 169 oder 80,6 °/o im Alleinbetriebe 
thätig, während von den 352 783 männlichen Geschäftsleitern nur 217 230 
oder 61,6°/- in diesen Betrieben ermittelt wurden. Indessen zeigt doch 
auch das weibliche Hülfspersvnal eine sehr bedeutende Vermehrung. Die 
Zahl der männlichen Hilfspersonen stieg um 111 266 oder 58,5°/o, die 
jenige der weiblichen Hilfspersonen dagegen um 50 004 oder 125,4°/o. 
Trotz dieser starken Vermehrung des weiblichen Personals in Handelsbe 
trieben, ist jedoch zu bemerken, daß der Anteil der Frauenarbeit im Handels 
gewerbe denjenigen in den Gewerben überhaupt nicht wesentlich übersteigt. 
Die in Handelsbetrieben beschäftigten weiblichen Personen bilden im Jahre 
1882: 21,9°/n sämtlicher in dieser Gewerbegruppe Thätigen; in den ge 
samten Gewerben des deutschen Reichs überhaupt waren dagegen 508 378 
weibliche Personen oder 20,2 °/o beschäftigt. 
Es erübrigt schließlich noch, die hauptsächlichsten Gewerbearten nach 
der Zahl der in denselben beschäftigten Personen aufzuführen. 
Es befanden sich in den Hauptbetrieben beschäftigte Personen am 
8. 3i,ni 1882 
Kolonial-, Eß- und Trinkwaren 
Manufaktur, Schnittwaren . . 
Handel mit landwirtschaftlichen Produkten 
Handelsvermittelung . . 
Handel mit Tieren . . 
Handel mit Brennmaterialien 
Spedition und Kommission 
Geld und Kredit . . . 
Kurz- und Galanteriewaren 
Metall- und Metallwaren 
Buch, Kunst, Musik . . 
Wein 
Baumaterialien.... 
Tabak und Cigarren . . 
männlich 
120 846 
78 522 
61 141 
35 584 
29 303 
28 518 
24 749 
22 513 
13 605 
15 424 
13 676 
13 238 
12 690 
9 071 
weiblich 
47 000 
34 499 
31 709 
618 
1 010 
1 793 
522 
160 
7 057 
1282 
883 
666 
253 
2 088 
zusammen 
167 846 
113 021 
92 850 
36 202 
30 313 
30 311 
25 271 
22 673 
20 662 
16 706 
14 559 
13 904 
12 943 
11 159 
Eine starke Beteiligung der Frauenarbeit findet sich hiernach haupt 
sächlich im Kolouialwarenhaudel, Manufaktur, Schnittwaren, Handel mit 
landwirtschaftlichen Produkten, Kurz- und Galanteriewaren, Tabak und 
Cigarren. Frauen sind außerdem noch relativ stark vertreten in der Stellen 
vermittelung mit 2223 gegen 1293 männliche Personen und im Zeitungs 
verlag und -Spedition mit 1781 gegen 4494 männliche Personen.
	        
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