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„Bei dem heutigen Zufjtande des Eijenbahntransportwefens
find fo oft Ausbelferungen an den Lokomotiven notwendig, daß
die Reparaturwerkjtätten gar nicht nadfiommen fönnen. Bon
Monat zu Monat verringert [id bei uns die abjolute
Zahl der Lokomotiven gegenüber dem Bormonat um
200. Wir müffen die Reparaturen von 2% auf 10% jteigern, um
die weitere EinjHräniung und Zerrüttung des CEijenbahHntrans-
portes aufzuhalten, um wenigjtens den jegigen Zuftand aufrecht
zu erhalten. Für die breiten Maljen der Bevölkerung, die Bauern
und Arbeiter von Sowjetrukland bedeuten dieje Zahlen, daß Tei-
nes der drei Gebiete, weder das Getreide-, nod) das Rohitoff- und
Brennftoffgebiet, die fih infolge der Siege von Sowjetrukland die-
[em ange[Hlofjen haben, ausgenüßt werden fönnen.“
Die Gejamtzahl der hetriebsfähigen Lokomotiven, über die Sowjet-
rußland Ende Hanuar diejes Yahres verfügte, werden in boljdhewilti-
[den Blättern mit 2775 angegeben. Dieje Ziffer wird Dielleidht
mandjem als genügend groß erjdheinen, wenn man jedod) das DVer-
hältnis der betriebsfähigen Lokomotiven mit der Exploitationsjtrede
vergleicht, zeigt [id mit völliger Klarheit, daß dies nicht der Fall it.
Laut „Efonomitihelaja Shijn‘“*) entfielen auf 100 Werft Bahnitrede
betriebsfähige Lokomotiven:
1916. ... --.
1917. .
1918 .
1919. . .
1920 (SXanuar)
Auf 100 Merft Bahnjtrede entfielen betriebsfähige Waggons:
1916 .
1917 ;
1918 .
1919. . .
1920 (Sanuar)
799 —852
702—1106
828— 1151
804 (Januar) bis 604 (Dezember)
205
Um 22. Sanuar 1920 waren 5594 nidhtbetriebsfähige Lokomo-
tiven vorhanden, von denen 1139 eine Kapitalausbefferung, 2076 eine
mittlere und 2379 geringere Ausbejjerungen erforderten.
Sn einem „die ArbeitspflidHt und die Wiederheritellung des Ber-
fehrswefjens“ über]driebenen Auffake in derfelben Nummer der „Eifono-
mit{deffaja Shifn“ werden zur Rettung aus der Katajtrophalen Lage
u. a. folgende Maknahmen gefordert: Planmäßige, hinreidende Ver-
foraung der Eifenbahnen mit Brennitoffen, beidhleunigte Ausbefierung
*) Nr."40 vom 22. Februar 1920.