fullscreen: Die Nährmittelverteilung im Kriege

W 
hältnisse ganz wesentlich gebessert, so baß in den Bedarfs- 
kommunalverbänden, insbesondere in den großen V e r ° 
b r a u ch s g e b i e t e n , eine rege! in ä ß i g e N n t e r ver 
te i l n n g v o n N ä h r m itteln a n -die V e rbra n ch e r 
ermöglicht wurde. 
8. Die Unterverteilung in den Kommunal 
verbänden. 
Hierzu trug wesentlich bei, daß die Reichsverteilungsstelle es 
für ihre besondere Aufgabe hielt, bei den Kommunalverbänden die 
Unterverteilung der zugewiesenen Nährmittel mit besonderer Auf- 
merksamkeit zu fördern. Um einen Überblick über die Organisation 
der Verteilung in den Kommunalverbänden und Gemeinden zu 
gewinnen, wurden die tatsächlich eingeführten Verbrauchs- 
re gelungen in den wichtigsten Kommunalverbünden und 
Gemeinden erfragt. Dabei trat zutage, daß im Januar 1917 in 
einer großen Anzahl von Kommunalverbänden und Gemeinden 
eine ordnungsgemäße Regelung der Unterverteilung gerade bei 
Nährmitteln noch nicht eingerichtet war. Soweit aber fchon Ver 
brauchsregelungen erlassen waren, fanden sich im allgemeinen 
die beiden Arten wiederkehrend, die für derartige Ver 
brauchsregelungen überhaupt in Frage kommen: die Kunden- 
I i st e und das V e st e l l v e r f a h r e n. Dabei wiesen beide 
Arten je nach den örtlichen Verhältnissen Abweichungen in Einzel 
heiten auf. 
Der Präsident des Kriegsernährungsamts sah sich im 
Januar 1917 veranlaßt, sich wegen der Unterverteilung von Erzeug 
nissen aus Gemüse und Obst einschließlich aller Brotaufstrichmittel, 
sowie ferner von N ä h r m i t t e l n an die Landeszentralbehörden 
und die Kommunalverbände zu wenden. Dabei ging der 
Präsident des Kriegsernährungsamts davon aus, daß die bis- 
herige Verteilung der angeführten Lebensmittel nicht immer den 
Beifall aller Bevölkerungsschichten gefunden habe. Die Unzu 
friedenheit äußerte sich gegen die Verwaltungsbehörden, im be 
sonderen Maße aber auch gegen die Kleinhändler, welche in den 
Verdacht kamen, einen Teil ihrer Kundschaft zu bevorzugen. In 
Übereinstimmung mit immer stärker aus allen Schichten der Be
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.