Die Steuer auf Landwerte sei die gerechteste und un-
parteiischste aller Steuern (VIII, 3). Der ältere Mirabeau,
wird erzählt, habe, als der französsische Physiokrat Fran-
cois Quesnay vorgeschlagen habe, eine einzige Steuer
auf die Rente (limpôt unique) an die Stelle aller anderen
Steuern zu setzen, den Vorschlag als eine Entdeckung von
nicht geringerem Nuten als die Erfindung der Schreib-
kunst oder den Gebrauch des Geldes betrachtet (IX, 1).
Henry George hat diesen Vorschlag einer einzigen Steuer
wieder aufgenommen und hat ihr den Namen Single tax
gegeben, der in seinem Werk, im neuntem Buch Kap.
1, zum erstem mal vorkommt.
Die Benutzung des Bodens wollte Henry George, wie
vor ihm Gossen und Dr. Stamm und später Flürscheim,
dem meistbietendem anvertraut wissen, dem, der am
meisten daraus zu machen versstehe (VIII, 2). In diesem
Puntkte sind sie alle noch der Lehre von der freien Kon-
kurrenz gefolgt, deren Wirkungen bei der Verwertung
des Grundeigentums nicht ermutigend gewesen sind.
Dann schilderte er unssere Steuermethoden. Er sagte,
daß die jetzigen Steuern wie Geldbußen auf die Tatkraft,
Betriebsamkeit, Geschicklichkeit und VWirtschaftlichkeit
wirkten, was er durch drastische Beispiele erläuterte. Es
koste mehr, Waren durch ein Zollhaus zu bringen, als
sie um die Erde transportieren (IX, 1):
„Diese Steuern abschaffen würde heißen, das ganze
enorme Gewicht der Besteuerung von den produktiven Gewer-
ben zu entfernen. Die Nadel der Näherin und die große
Fabrik, das Karrenpferd und die Lokomotive, das Fischerboot
und das Dampfschiff, des Landmanns Pflug und des Kauf-
manns Lager würden gleichermaßen unbesteuert sein.“
(IX, 1.)
Unter diesem System würde das jetzt der Benutzung
entzogene Land allenthalben zum Anbau offen stehen.
Der Verkaufpreis des Bodens werde fallen, die Grund-
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