fullscreen: Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik

stellung auf Dumping beruht, zu treffen. Die Regierung muß 
ferner ermächtigt sein, Abwehrmaßnahmen durch Zollzus» 
schläge gegen die Einfuhr aus solchen Ländern einzuführen, 
die deutsche Waren bei der Einfuhr unterschiedlich behandeln 
ıder zurückweisen. 
Einz und Ausfuhrverbote sollten, soweit als irgend 
möglich, beseitigt werden. Für eine Übergangszeit wird die 
Einführung oder Beibehaltung von Kontingenten sich nicht 
umgehen lassen. 
Ausfuhrförderun g muß in gemeinsamer Betätigung der 
Regierung und der wirtschaftlichen Verbände in viel stärkerem 
Maße als bisher betrieben werden. Dabei sollte durch ent» 
sprechende Maßnahmen der Regierung insbesondere der 
Kredit und das Kreditrisiko für den deutschen Exporteur 
erleichtert werden. 
B. AUF DEN GEBIETEN DER GUTER: 
ERZEUGUNG UND GUTER VERTEILUNG. 
l. Rationalisierung. 
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Wir verstehen unter Rationalisierung die vernunftgemäße An- 
wendung aller technischen und organisatorischen Mittel, um 
die Ergiebigkeit der menschlichen Arbeit möglichst zu 
steigern. 
Es muß das Bestreben aller an der Gütererzeugung Be: 
teiligten sein, durch Anwendung dieser Mittel die Erzeugung 
zu verbessern, zu vermehren und zu verbilligen. 
Die Durchführung der Rationalisierung in den einzelnen 
Betrieben und Unternehmungen kann nur dann erfolgreich 
sein, wenn jeder Einzelne, der am Erzeugungsprozeß be: 
teiligt ist, selbst stets danach strebt, ein Maximum zu leisten. 
Soweit angängig, muß, insbesondere in der Erzeugung für den 
inneren Markt, eine weitgehende Normalisierung und 
Typisierung angestrebt werden. Die erfolgreiche Ver- 
wirklichung der Anwendung der Normalisierung und Typi- 
sierung hat zur Voraussetzung, daß der Verbrauch sich dar 
auf einstellt, Normaltypen zu verwenden. 
Typisierung und Normalisierung dürfen die individuelle 
Gestaltung der erzeugten Güter nicht ausschließen. 
Durch beste Ausbildung des Nachwuchses an Be: 
amten und Arbeitern muß nicht nur die Individualerzeugung, 
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