fullscreen: Wissenschaftliches Arbeiten

€; Die seminaristischen Übungen 
tigung dieser periodischen Fachliteratur verfolgen und 
bei richtiger Unterscheidung des Wichtigen vom Minder- 
wertigen läßt sich hier gewöhnlich eine lohnende Auslese 
für die Zwecke des Seminars halten. Nebenbei wird auch 
eine bessere Kenntnis dieser Fachzeitschriften und ihrer 
Richtung als erwünschte Zugabe den meisten sehr will- 
kommen sein. 
5. Für die. Besprechung selbst bleibt natürlich die 
Hauptarbeit dem Seminarleiter zu tun. Er kann zwar einen 
Teil der Literatur von den Mitgliedern in kurzen Referaten 
und Kritiken behandeln lassen, muß sich aber doch in 
jedem Falle selbst ein Urteil über die einzelnen Schriften 
bilden. Auch ist es für gewöhnlich zu nützlicher Anregung 
dienlich und förderlich, wenn er in Verbindung mit den 
Einzelreferaten oder zusammenfassenden Übersichten der 
Mitglieder sein eigenes Urteil ‚über die zur Besprechung 
gelangenden Schriften in einer kurzen motivierten Charak- 
teristik abgibt. 
Über die literarischen Hilfsmittel, welche bei diesen Besprechungen 
von Nutzen sein können, ist die Bibliographie im Anhang zu vergleichen. 
Es ist zu empfehlen, daß die zur Besprechung gelangenden 
Schriften allen Mitgliedern während einiger Tage vorher und auch 
nachher zur Einsichtnahme im Seminarlokal aufliegen, vorher um sich 
vorzubereiten auf die Besprechung, nachher, um sich selbst ein Urteil 
bilden zu können. So lassen sich die Störungen vermeiden, welche ein 
Zirkulieren der Schriften während der Besprechung im Seminar ver- 
ursacht, 
22, Gemeinsame Untersuchung einer wissen- 
schaftlichen Frage. Ausser den genannten Übungen 
wird auch die gemeinsam von Lehrer und Schüler geführte, 
Schritt für Schritt sich weiter bewegende Untersuchung einer 
wissenschaftlichen Frage einen Platz unter den Seminar- 
übungen beanspruchen können. 
1. Sie bietet zunächst den Vorteil, dass der Stoff in 
geeigneter Weise unter die Mitglieder des Seminars verteilt 
werden kann. Die gemeinsame Arbeit weckt das Interesse 
und den edien Wetteifer aller Beteiligten. Der Lehrer hat 
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