fullscreen: Das Jungdeutsche Manifest

Der Besitz trachtete danach, den nationalen Idealismus in den 
Dienst des Selbstschutzes zu stellen. Er wollte ihn zum Schutz des 
Besitzes verwerten. Innerhalb dieser Selbstschutzorganisationen wurden 
bald die Geldmächte führend, weil nur sie in der Lage waren, die 
Organisationen zu finanzieren. Bei weiterer Entwicklung ging die 
Führung des Selbstschutzes an einige wenige Geldmächte über. Die 
deutsche Plutokratie hatte sich gesammelt und neu organisiert. Sie 
forderte die Unterordnung der nationalen Bewegung unter ihre poli— 
tische Führung. 
Der Jungdeutsche Orden stellte sich dieser Forde— 
rung entgegen und behauptete seine Freiheit. 
Nachdem verschiedentlich Versuche der plutokratischen Führung, 
die Kräfte des Jungdeutschen Ordens in ihren Dienst zu stellen, ge— 
scheitert waren, versuchte man, ihn zu zerstören. 
Der alten Regel folgend, wurde die Führung ge— 
ächtet, geschmäht und verfolgt. Der Versuch wurde 
unternommen, Führung und Truppe zu trennen. So 
entbrannte im Jahre 1921 der erste große Kampf. Auf 
der einen Seite stand das Geld mit Presse und Hilfs— 
truppen, auf der anderen Seite stand die jungdeutsche 
Bemeinschaft. 
Die Notwendigkeit, diesen Kampf zu bestehen, zwang den Jung⸗ 
deutschen Orden zur Vollendung seiner Organisationsform. 
Der Jungdeutsche Orden wappnete sich also gegen die Macht des 
Geldes durch eine ihr ebenbürtige Gliederung. 
Die Einführung des Kursystems 
Am 22. Oktober 1921 fand das 10. Ordenskapitel statt. Es war 
die Zusammenkunft von 220 Unterführern aus dem ganzen Reich. 
Diese Unterführer waren nach dem Grundsatz der Wahl entstanden. 
Bis dahin hatte der Führer des Ordens die Einheitlichkeit und 
Geschlossenheit in der Gestaltung der Führerschaft durch persönliche 
Fühlungnahme gesichert. Das 10. Ordenskapitel zeigte die Grenzen 
dieser Methode. Die zentralistische Organisation war nicht mehr in 
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