Object: Economic essays

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allen Seiten, und mit ihrer Aenderung ändert sich auch 
das andere. 
Für die Pflege dieser Denkart in der Betriebs- und 
Volkswirtschaft scheint mir daher kein Gebiet so geeignet 
wie das der landwirtschaftlichen Betriebslehre. 
Ich bin auch der Ueberzeugung, daß die großen Ver- 
dienste, die sich die altpreußischen Beamten und auch das 
Parlament um die preußische Verwaltung erworben haben, 
durch die Herkunft ihrer Glieder aus der Landwirtschaft 
ganz wesentlich bestimmt waren. Mit der politischen Seite 
der Frage hat diese Feststellung selbstverständlich gar nichts 
zu tun. 
Was die Forstwirtschaft anlangt, so ist ihre besondere 
Stellung im folgenden begründet: 
Sie steht sozusagen an der Grenze der üblichen geld- 
kapitalistischen Betrachtungsweise. Die Forstwirtschaft ar- 
beitet mit Produktionsfristen von 70—300 Jahren, d. h. 
mit Zeiträumen, für die es keine zuverlässige Rentabili- 
täts-, Ertrags- und Wertschätzung mehr gibt. Sie steht 
somit in einer zwangsläufigen Spekulation, wie das bei 
keiner anderen Wirtschaftsart anzutreffen ist. 
— Daneben befinden sich die Forsten zum größten Teil 
seit Jahrhunderten im gleichen Besitz, und niemand kennt 
die darin investierten Kapitalien. Somit rückt die Forst- 
wirtschaft gegenüber den anderen Wirtschaften wiederum 
aus der Reihe. 
Diese Sonderstellung macht sie für alle Fragen der 
unsicheren Wertbestimmung sowie für alle Fälle, in denen 
im Betriebsleben das sachkapitalistische vor das geldkapita- 
listische Moment tritt, zum Musterbeispiel. 
Daneben ist sie aber noch Musterbeispiel in einer be- 
sonderen Hinsicht. ‘ 
Sie zeigt nämlich in ihrer Waldwertrechnung, wohin 
man gerät, wenn man sich von einer fachfremden Disziplin, 
hier der Mathematik, zu sehr ins Schlepptau nehmen läßt. 
70 Jahre kostbarer Arbeitszeit sind auf diese Weise in 
zB
	        
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