Contents : Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

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Der  moderne  Imperialismus.

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“*rwaltung  Gelegenheit  zu  weitgehender  Selbstbetätigung  finden
|  rd.
Es  sind  so  eine  ganze  Reihe  der  verschiedenstenVorstellungskreise,
sich  des  Wortes  «Imperialismus»  bedienen.  Bestrebungen  zur  Bewindung ­
  von  Siedlungskolonien  und  zur  Ausbreitung  des  eigenen
dkstums,  unter  Umständen  von  der  ausgesprochenen  Absicht  ge-:
  tet,  die  Eingeborenenbevölkerung  zu  vertreiben  und  zu  vernichten,
j:  nnen  sich  in  der  gleichen  Weise  «imperialistische»  wie  die  Versuche,
:  igeborenenreiche  zu  unterwerfen  und  unter  Ausschluß  jeder  Siedj^’igstätigkeit
  zu  beherrschen.  Bewegungen  zum  bundesstaatlichen
;  sammenschluß  eines  Mutterlandes  mit  seinen  Kolonien  auf  der
undlage  der  völligen  Gleichberechtigung  aller  Teilnehmer  heißen
*  ;enso  «imperialistische»  wie  Unternehmungen,  deren  einziger  Zweck
j: r  ist,  mit  Waffengewalt  ein  abhängiges  Kolonialreich  zu  begründen.
*  les  Volk,  das  durch  wirtschaftliche  Erschließung,  politische  Be-'rschung
  oder  kriegerische  Eroberungen  über  seine  Landesgrenze
3 ;  lausstrebt,  gibt  an,  imperialistische  Ideale  zu  verfolgen.  Je  nach
1  Möglichkeiten,  die  sich  dieser  nationalen  Ausbreitung  bieten
*;  se *  es  Auswanderung  in  leerstehende  Gebiete  oder  Beherrschung
geborener  Völkerschaften  —,  muß  natürlich  die  Erscheinungsform
1  ^“-ses  Imperialismus  wechseln.
Soweit  man  nun  in  der  Tat  unter  Imperialismus  nichts  anderes
i  'steht  als  den  Versuch,  eine  Herrschaft  (imperium)  über  fremde
lker  zu  begründen  oder  eine  solche  auf  ein  Gebiet  auszudehnen,
§  i  man  mit  den  eigenen  Volksgenossen  auffüllen  möchte,  ist  diese
Tfassung  richtig.  Dann  ist  der  moderne  Imperialismus  nichts
g  leres  als  eine  auf  der  Anwendung  moderner  Hilfs-  und  Machttel
  beruhende  Ausbreitungsbewegung.  Sie  unterscheidet  sich  von
8 -  heren,  auf  die  Begründung  solcher  Herrschaftsverhältnisse  abenden
  Bewegungen  nur  dadurch,  daß  sie  sich  einer  modernen
i  j'hnik  bedient  und  sich  meist  gegen  verhältnismäßig  tiefstehende
^ölkerungen  richtet.  Man  mag  ihr  außerdem  zubilligen,  daß  sie,
=  /eit  die  Unterwerfung  solcher  Bevölkerungen  in  Frage  steht,  sich
it  bloß  deren  Ausbeutung,  sondern  auch  in  gewissem  Sinne  deren
I-  iale  Erziehung  zum  Ziele  setzt.  Es  ist  so  zweifellos  in  den  monen
  Ausbreitungsbewegungen,  neben  aller  eigensüchtigen  Austungslust,
  doch  der  Gedanke  der  sozialen  Hebung,  die  Vorstellung
3:
:r  Kulturmission  enthalten.
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