V. Theil. Statistik der Sterbliclikeitsverhältnisse.
i i
Tabelle 4.
Sterblichkeit nach der Versicherungsdauer und der Versicherungssumme.
Alters
klasse
26 - 30
31-35
36—40
41—45
46—50
Si-55
56 — 60
61 — 65
66—70
Sterblichkeitsprocentsätze der Männer in verschiedenen
Jahren der Versicherung
.Mitnuer mit unter
3000 Versieh.-Summe
0,82
0,67
0,78
0,97
1,30
1.90
2,70
3r°fl
4.90
ÍS
0,66
0,94
1,07
1,16
1,47
2,10
2,98 2,63
4,31 3,67
6,23 4,61
0,80
0,72
0,88
1.04
1,25
2.05
Männer mit 3000 liis
6000 Vors.-Summe
• ¡0,80 0,46
1,48 0,73 b,61
1,11 0.91
1,21 1,09
1,6* 1,42
2,07 i 2,06
3,66 2,94
4,37 4,21 3,11
6,38¡6,21 ! •
0,7 8
0,82
1.00
1,58
2,23
0,78 0,49
0,65 ;0,62 I
0,85
1,16
1,45
1,87
2,69
4,12
6,30
0,78 ¡0,98
0,94
1.19
1,68
1,27
1,52
1,90
2,44 2,72
3,72 4,13
6,16 ¡6,27
Männer mit über 6000
Vers.-Summe
0,49
0,62
0,80
1,03
1,34
1.81
2,6 3|
4,05
6,27
|O,40
0,57
0,55
0,69
j 1 ,20
1.49
2,17
2.49
0,88
1,02
1,00
1,35
1.90
2.91
4,19
6,75
0,43
0,83
0,67
0,81
1,29
I .67
2.70
3, 2 6
3,99
1,45
1,06
1,33
1,92
2,86
4,29
6,99
0,44
0,63
0,73
0,86
1,31
1,81
2,80
4,08
6
Zahlen der Sterbefälle, nach welchen die nebenstehenden Procentsätze
berechnet sind
Unter 3000
97
139
174
173
162
158
126
52
10
12
81
209
336
478
648
768
833
784
108
204
320
348
313
347
269
175
58
3000—6000
i
16
63
161
327
459
625
710
736
109
220
383
509
640
806
894
885
794
86
229
292
242
180
178
137
64
6
Ueber 6000
11
74
261
535
761
921
IIII
1277
1256
97
299
488
526
468
410
352
241
100
4
65
251
473
689
97
303
553
777,
941
1099
896I1248
1100 1341
1162 1262
27
90
99
106
117
91
66
26
5
4
34
118
190
310
421
553
591
611
30
123
186
221
263
219
200
102
35
i
31
75
164
293
419
SIS
581
31
124
217
296
427
5:2
619
617
616
Zu einer Ermittelung der Sterblichkeitsdifferenzen in den
höheren Versicherungsjahren eignet sich die bisher angewandte
Methode der directen Zusammenfassung nach Altersklassen und
Versicherungsjabren nicht, weil mit der wachsenden Versiche
rungsdauer die Beobachtungszahlen zu klein werden, um bei
geringeren Zusammenfassungen noch zuverlässige Resultate zu
liefern und eine Zusammenfassung nach grösseren Altersklassen j
und Versicherungsperioden wegen der verschiedenen Besetzung
der Alter innerhalb solcher grösseren Gruppen kaum zu ver
gleichbaren Resultaten führen könnte. Für Untersuchungen
dieser Art bietet sich indessen, wie der bekannte englische
Versicherungstechniker Sprague gezeigt hat, auch ein anderes
Verfahren dar, welches von den eben besprochenen Uebel-
ständen frei ist und einfach darin besteht, dass man nach der
in den einzelnen Versicherungsperioden vorhandenen Besetzung
der einzelnen Altersklassen mit Lebenden unter Risico die
wahrscheinlichen Zahlen der Sterbefälle nach irgend einer
fertigen Sterblichkeitstafel — in der Weise wie es in Kapitel 11
angegeben ist — berechnet und alsdann entweder für sämmt-
liche Altersjahre zusammen oder einige nicht allzueng begrenzte
Altersklassen die Summe der wahrscheinlichen und wirklichen
Sterbefälle mit einander vergleicht, resp. das procentale Ver-
hältniss der beiden Zahlen zu einander feststellt. Die Resultate,
zu welchen Sprague auf diesem Wege unter Zugrundelegung
der Beobachtungen der 20 englischen Gesellschaften gelangt
ist, liefern einen so eclatanten Beweis für die Zweck -
mäsigkeit des Verfahrens selbst und haben gleichzeitig so sehr
die neueren Anschauungen der Techniker über die endgültige
Gestaltung der Sterblichkeit unter Versicherten beeinflusst, dass
es zweckmäsig erscheint, dieselben zunächst etwas eingehender
zu betrachten. Es diene hierzu die folgende Tabelle, welche
der betreffenden Abhandlung von Sprague (Journal etc. Vol.
XV, pag. 328 u. ff.) entnommen ist, und die hauptsächlichsten
Ergebnisse seiner Untersuchungen sehr deutlich wiedergiebt.
In der Columne (b) sind die Zahlen der Lebenden, welche
nach den Beobachtungen der 20 englischen Gesellschaften
in den nebenstehenden Versicherungsjahren — sämmtliche Alter
zusammengefasst — unter Risico standen, in der Columne (c)
die zugehörigen Zahlen der Sterbefälle, in der Columne (d)
die wahrscheinlichen Sterbefälle, welche sich nach jenen Zahlen
der Lebenden unter Risico, natürlich unter Berücksichtigung
ihrer Vertheilung über die einzelnen Altersjahre, und nach der
betreffenden fertigen Liste ergeben, und in der Columne (e)
der Procentsatz der wirklichen Sterbefälle von diesen letzteren
angegeben. Unter dem Versicherungsjahr o in der ersten
Columne ist, wie nach den früheren Bemerkungen über die
Berechnungsweise des Versicherungsjahres klar sein wird, das
erste Kalenderjahr der Versicherung, unter dem Versicherungs
jahr i das folgende Kalenderjahr u. s. w. zu verstehen, so
dass z. B. das mit o bezeichnete im Durchschnitt das erste
halbe Jahr, das mit 1 bezeichnete das folgende Jahr von V2
bis i l l2 umfasst und jede weitere Versicherungsperiode in
Wirklichkeit 1/2 Jahr später fällt als die nominelle.
(Siehe Seite 78.)
Die Procentsätze der drei Procentcolumnen weichen zum
Theil nicht unbedeutend von einander ab; indessen kann man
aus dem relativen Verlaufe derselben mit der Versicherungs
dauer doch sehr genau beurtheilen, in welcher Weise sich die
wahre relative Sterblichkeit nach der Versicherungsdauer ge
staltet hat. Im ersten Kalenderjahre der Versicherung wird
die Sterblichkeit auf weniger als die Hälfte herabgedrückt;
alsdann findet eine, anfänglich starke, dann etwas langsamere
Steigerung derselben bis zum 11.— 15. Jahre statt, und von
hier ab wendet sich die Curve wiederum abwärts, indem die
Sterblichkeit regelmäsig — eine geringe Ausnahme ist nur
nach der 2. Liste in der Periode 21—25 angedeutet —, aber
langsam abnimmt. Man hat nach den Gesammtbeobachtungen
der 20 englischen Gesellschaften in der Sterblichkeit nach der
Versicherungsdauer also zwei Phasen zu unterscheiden, eine
erste, etwa bis zum 13. Versicherungsjahr andauernde, in
welcher die Sterblichkeit einen ähnlichen Verlauf nimmt, wie
in unseren obigen Uebersichten, und eine zweite, in welcher
ein entgegengesetzter Verlauf stattfmdet. Aehnliche Resultate
ergeben sich, wie Sprague und nach ihm King unter Zugrunde
legung einer vierten Liste, einer Volkstafel (Farr’s Healthy
English table, Männer) gezeigt haben, auch dann, wenn das
gesammte Beobachtungsmaterial, d. h. die wahrscheinlichen
und wirklichen Sterbefälle, nicht blos nach Versicherungsperioden,
sondern gleichzeitig auch nach nicht allzu eng bemessenen
Altersklassen grnppirt wird; nur dass das Maximum in den
verschiedenen Altersklassen nicht genau auf dieselbe Periode
fällt; in den mittleren und den höheren Altersklassen liegt es
annähernd an derselben Stelle, in den jüngeren und höchsten
Altersklassen dagegen meist tiefer, so dass in den Altersklassen