fullscreen: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

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halb der St. Louis-Weltausstellung käme als Vorbereitung 
in Betracht, und hierauf müßte von vornherein das Augen 
merk gerichtet werden. 
Für die Verwirklichung der soeben gegebenen Anregung 
genügt als Ansporn die unbestreitbare Tatsache, daß man in 
den Vereinigten Staaten jetzt deutschem Wesen und damit 
auch sicherlich den Schöpfungen deutscher Kunst herzlicher 
als früher gegenübersteht, und daß sonach die Aussicht ge 
geben wäre, hieraus für unsere Künstler neben dem ideellen 
auch materiellen Nutzen zu ziehen. Dazu kommt, daß die 
Kaufkraft im Lande, wie dies nur immer wiederholt werden 
kann, augenblicklich, zumal nach der glücklichsten Ernte, 
außergewöhnlich stark ist; zugleich aber ist wohl in fast 
allen Staatengebilden der Union die Neigung erkennbar, die 
Lebenshaltung zu verfeinern und Haus und Räume künst 
lerisch auszugestalten. 
Das „Deutsche Haus“ in St. Louis sollte ein mächtiger 
und prunkvoller Monumentalbau werden mit mehr als statt 
lichen Räumen, die der Repräsentation gewidmet sind. Das 
„Deutsche Haus“ in Chicago war in seiner gefälligen Form 
der deutschen Frührenaissance mehr ein Vergangenheits 
ais ein Gegenwartsbild. Man hat oft ein Schiff eine schwim 
mende Ausstellung genannt. So ähnlich, meine ich, sollte hier 
das „Deutsche Haus“ in sich eine deutsche Ausstellung bilden. 
Jedes größte und jedes kleinste Ausrüstungsstück müßte 
ein Erzeugnis deutschen Gewerbe- und Kunstfleißes sein. 
Nicht einmal die Beleuchtung dürfte von der allgemeinen 
Beleuchtungseinrichtung der Ausstellung entlehnt sein, son 
dern müßte durch eigene Anlagen hergestellt werden. Von 
den Dynamomaschinen bis zu den Kochherden, von den 
reichsten Kronleuchtern bis zur versteckten Notlampe, von 
den Teppichen und Vorhängen bis zu den Küchenhand 
tüchern und Staubtüchern, von Kunstgemälden und Prunk
	        
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