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Dänemark (Viehzucht, Fischerei).
Deutschland. Dagegen führt eSKaffee und
Zucker fast ausschließlich nach Schweden
sowie Neiö nach Deutschland nahezu eben
soviel, wie eS von dort empfängt.
Die Viehzucht spielt in D. die bedeu-
icildste wirtschaftliche Nolle; kein andrer
Ştaat in Europa ist verhältnismäßig so
reich an Rindern, und auch hinsichtlich der
Pferde steht es nur hinter Rußland zn-
ruck. Die Viehzählung von 1876 zeigte:
Pferde . . 352262 I Schafe . . 1719249
Rinder. . 1348321 | Schweine . 503667
Die Ausfuhr ist daher eine sehr ansehn-
ilche, und wenn auch die Einfuhr keine
unerhebliche ist, sohatdieselbe ihren Grund
darin, daß man Magervieh auf den fetten
Weiden des Landes schlachtreif zu machen
sucht. 1878 wertete der Viehhandel (in
MMonmM«,): Ausfuhr
Der bedeutendste Konsument von Speck
und Schinken, Butter und Eiern ist Eng
land, von Fleisch, Würsten re. Norwegen.
Gegen die günstige Bilanz, welche sich
sowohl für Landbau wie Viehzucht heraus
gestellt hat, müssen wir aber noch einige
Posten anführen, deren Wertbeträge al
lerdings nicht sehr hoch, aber dabei bedeu
tenden Schwankungen unterworfen sind.
Der Wert der Überschußeinfnhr von na
türlichem und künstlichem Handelsdünger,
Kleie, Ölkuchen belief sich 1876 ans 8,i@,
1877 auf 9,76,1878 dagegen nur auf 3,ii
Mill. Mk. Von andern Erzeugnissen der
Viehzucht, deren Ausfuhrwert dieEinfuhr
übersteigt, sind noch zu nennen: Knochen,
Hörner, Klauen, Haare, Wolle, rohe Häute
und Felle. Der Handel mit denselben
wertete 1878 (in Millionen Mark):
Einfuhr Ausfuhr
Pferde 0,6 9,5
Rindvieh 4,4 23,4
Schafe und Ziegen. . . 0,3 2,5
Schweine . . . ... 0,8 15,7
Zusammen: 6,t 51, i
Die Einfuhr von Vieh geschieht fast
ausschließlich auö Schweden, nur Pferde
rind Rinder kommen in geringen Mengen
aus Deutschland. Der Export von Pfer
den richtet sich namentlich nach Deutsch
land und Schweden, der von Rindern nach
Deutschland und England, von Schafen
in erster Linie nach England, Vio nach
Deutschland, von Schweinen in ganz über
wiegendem Maß nach Deutschland; Eng
land und Norwegen erhalten kleine Posten.
Dieser Viehhandel ergab also 1878 einen
Gewinn von 45 Mill. Mk. und der sich
daran anschließende Handel mit Fettwa
ren einen weitern von 19,5 Mill. Mk.,
so daß sich also für sämtliche Tiere und tie
rische Nahrungsmittel einWertbctrag von
64,5 Mill. Mk. herausstellt. Es betrugen
(in Millionen Mark):
Einfuhr Ausfuhr
Speck und Schinken . . 1,12 3,64
Fleisch, Würste rc. . . 0,73 o,os
Butter 4,21 22,62
Käse 0,90 0,02
Eier . 0,vs 1,23
Schmalz u 2,24 0,62
Zusammen: 9,26 28,78
Knochen und Haare. . 0,i9 0,47
Wolle 3,02 2,58
Rohe Häute und Felle. 2,13 4,28 '
Zusammen: 5,34 7¡3?
Die Fischerei in D. steht, obschon
das Land eine im Verhältnis zu seinem
Flächeninhalt große Küstcnstrecke hat und
die nahen Meere fischreich sind, doch auf
einer niedrigen Stufe. Es lverden von
allen Sorten Fischen jährlich zusammen
2,710,000 kg mehr ein- als ausge
führt. Bei frischen Fischen stellt sich eine
Mehrausfuhr von 2,75 Mill, kg heraus,
dagegen bei gesalzenen Fischen eine Mehr
einfuhr von 3,7, bei gedorrten von 2 Mill,
kg. Von den Fischereigebieten ist der
Limfjord das bedeutendste; dort und bei
Frederikshavn sind and) Austernbänke,
welche eine Hamburger Firma gegen eine
jährliche Abgabe von 268,800 Mk. aus
beutet. Der Handel mit Fischen wertete
1878 (in Tausenden Mark) :
Einfuhr Ausfuhr
Fische, frische .... 845 1129
Fische, gesalzene rc.. . 2464 134
Auster» 4 281
Zusammen: 3313 1544
Die Färöer genießen des Vorzugs einer
sehr günstigen Lage für den Fischfang;
hier wird auch der Fang des Grindwalö
mit großem Erfolg betrieben. Der Wert
des Fischfangs belief sich 1874 auf über