Metadata: Russlands Bankerott

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Der russische Mese. 
sw. Februar 1904.) 
„Wo die russische Fahne aufgepflanzt ist, 
soll sie nicht wieder sinken." Des Tages, an 
dem Nikolaus, des Russenreiches mächtiger 
Herrscher, diesen Satz allerhöchsteigenhändig an 
den Rand eines ihm unterbreiteten Jmmediat- 
berichtes schrieb, sollte man sich heute erinnern. 
Denn zu jener Stunde ward der Konflikt ge 
schaffen, dessen Austrag jetzt unter atem 
loser Spannung der gesamten Kulturwelt be 
gonnen hat: Newelski, ein junger Leutnant, 
aber des mächtigen Murawiews Schützling, 
hatte gegen alle Instruktion an der Amur 
mündung im östlichsten Asien die heimatliche 
Flagge gehißt. Sämtliche Perücken in Peters 
burg und Moskau wackelten. Ein hochnot 
peinliches Gericht untersuchte den Frevel, und 
Nikolaus bangte vor dem Zorn des mächtigen 
Nachbarn in Peking. Aber Murawiew siegte. 
Und am 24. Februar 1851 befahl der Zar, der 
chinesischen Regierung davon Mitteilung zu 
machen, daß Rußland die „Aussicht" über die 
Amurmündung übernommen habe. 
Was der Feuerkopf Newelski getan, war 
nichts weiter als die Wiederholung eines Vor 
ganges, der sich nahezu drei Jahrhunderte vor 
her abgespielt hatte: Von dem schrecklichen Iwan 
geächtet, war der kosakische Räuberhauptmann 
Jermak über den Ural gezogen und hatte sich 
die Gunst seines Herrn durch die Ueberbringung 
des sibirischen Geschenkes zurückgekauft. Wie 
Jermak, so handelte sicher auch Newelski aus 
Vorgeschichte 
des russisch 
japanischen 
Krieges'
	        
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