fullscreen: Reis

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messung der Pflanzweite unter den gegebenen Umständen ist 
von höchster Bedeutung für den Ertrag. Da diese Umstände 
aber äußerst mannigfaltig sind, muß es hier mit diesen allge- 
meinen Bemerkungen sein Bewenden haben. 
In Amerika ist das Verpflanzen des Reises gänzlich unbe- 
kannt; ebenso in Ägypten, wo bei einem Versuch der verpflanzte 
Reis weniger Ertrag gebracht hat, als es breitwürfig gesäter zu 
tun pflegt. Copeland bemerkt dazu, daß die aus Ägypten an- 
gegebenen Ertragswerte wohl sehr übertrieben sind. Eine her- 
vorragende Bedeutung hat das Verpflanzen im europäischen 
Reisbau seit langem in Spanien, das von allen Reisländern der 
Welt die höchsten Ernteerträge erzielt. In Portugal wird dieses 
Verfahren dagegen gar nicht angewendet; in Italien aber macht 
es seit einiger Zeit immer größere Fortschritte. Allerdings ist es 
für große Strecken des italienischen Reisbaus der gerade zur 
Pflanzzeit mangelnden Arbeitskräfte wegen nicht durchführbar. 
Koch (82, S. 151) schätzt, daß im günstigsten Falle von der 
Reisfläche eines Gutes noch ?/, gesät werden müssen und nur 
1/3, verpflanzt werden kann. 
Welches sind die Vorteile und Nachteile der drei Saatmethoden? 
— Koch (82, S. 151) sagt mit Recht: „Von den drei Methoden 
— breitwürfige Saat aus der Hand oder Maschine, Reihensaat 
mit Maschine, Verpflanzen — kommt jede unter bestimmten 
Umständen zu ihrem Recht.‘ Die breitwürfige Saat und die 
Drillsaat erspart Arbeitskräite, bedeutet aber — zumal die 
erste — eine Verschwendung von Saatgut. Der dichte Stand 
der Pflanzen, der aus der breitwürfigen Saat sich ergibt, hat 
den Vorteil, daß das Unkraut weniger hochkommt, und daß das 
Feld gleichmäßiger reift. Daß er auch dem Lagern vorbeugt, 
wird von manchen behauptet, von andern bestritten. Die Drill- 
saat erleichtert das Jäten; der gleichmäßigere Stand der Pflanzen 
gibt jedenfalls noch mehr Gewähr für ein gleichmäßiges Be- 
stocken und Reifen. Chambliss (26, S. 688) empfiehlt für das 
Präriegebiet der Golfstaaten die Drillsaat mehr, weil sie Saatgut 
erspart und gleichmäßige Verteilung und Tiefenlage der Saat 
gewährleistet. Nur wenn nach feuchtem Wetter, hei dem das
	        
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