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worden, die sich durch die Rupie dem Wirtschaftsleben der 
Eingeborenen, mit dem Sovereign dem europäisch organi 
sierten Großhandel anpaßt und das Silberland Indien mit 
der Goldwelt organisch verbindet. 
Erwägt man, auf welche Weise es möglich war, den 
Wert der Rupie von ihrem Silbergehalt loszulösen und ihn 
willkürlich auf 16 d zu normieren, so ist inländischer und 
ausländischer Zahlungsverkehr scharf auseinander zu hal 
ten, Nach innen konnte die indische Regierung einen be 
liebigen Wert dekretieren, es bedurfte dazu, um mit 
Knapp 1 ) zu reden, nur des rekurrenten Anschlusses, der 
neue Wert muß zum alten durch Regierungsanordnung ins 
Verhältnis gesetzt werden. Da zudem die Regierung an dem 
Umlaufswert der Rupie in Indien selbst nichts änderte, so 
bestanden nach innen keine Schwierigkeiten, Diese lagen 
vielmehr darin, den Auslandswert der Rupie, den Wechsel 
kurs auf London also, auf 16 d zu bringen. Hätte Indien 
umgekehrt für sich die Pflicht anerkannt, für 15 Rp, 1 £ 
Gold herzugeben, so hatte man es mit einer glatt sich durch 
setzenden Goldwährung zu tun. Das geschah aber nicht. 
Die Meinung ging nun dahin, man könne durch Einengung 
des Umlaufs von Rupienstücken deren Auslandswert bis 
auf die gewählte Parität steigern, eine Kontraktion des 
Münzen Umlaufs sollte den Wert der Auslands forde- 
r u n g e n entsprechend ändern, Singer * 2 ) hat überzeu 
gend nachgewiesen, daß der wirkliche Verlauf der Dinge 
während der Reformperiode ein anderer war und daß — 
mit dem Ausdruck Knapps — pantopolische Momente, die 
Gesamtheit der allgemein den Wechselkurs bestimmenden 
Faktoren es waren, die das endgültige Erreichen der neuen 
Parität bedingt haben. 
Noch höher steigen kann der Kurs nur um die Gold 
beschaffungskosten, Auf der anderen Seite kann er heute 
praktisch auch nicht mehr ins Ungemessene, etwa wieder 
auf den Silberwert fallen, da die indische Regierung zwar 
t) Knapp, Staatliche Theorie des Geldes, Leipzig (Duncker 
u, Humblot), 1905, 
2) Singer, Die Motive der indischen Geldreform, Straßburg 
(Karl J. Trübner), 1910.
	        
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