Die Ausführung dieses vom Berliner Magistrat aufge-
stellten Programms zur Abhilfe der Wohnungnot in
Berlin ist leider damals an dem Widerstand der Stadt-
verordneten gescheitert.*)
er freisinnige Abgeordnete Dr. Langerhans hatte
D mich außerdem auf Ermittlungen aufmerksam ge-
macht, die der Berliner Magistrat im Jahre 1881 in allen
Stadtteilen über die Mieterträge in den Jahren 1868 bis
1877 vorgenommen hatte. Die betreffende Drucksache war
nicht mehr zu erlangen. Ic< erhielt aber von dem Stadt-
verordnetenvorssteher die Erlaubnis, mir die Ziffern aus
den Akten auszuziehen.
Die in den Verhandlungen der gemischten Deputation
1881 Heft I] Seite 38 enthaltene übersicht war wegen der
beabsichtigten Reform der Berliner Mietsteuer aufgestellt
worden. Sie erstreckte sich über alle 18 Stadtviertel und
auf die Jahre 1868 bis 1877. Es waren in jedem Stadt-
viertel einige Straßen ausgewählt worden, und es wa-
ren, um jeden Irrtum auszuschließen, nur Häuser be-
rücksichtigt worden, bei denen in dieser Zeit bauliche Ver-
änderungen (Umbauten, Neubauten) n icht vorgekom-
men waren. Die Ergebnisse waren die folgenden ge-
wesen:
Nachweisung von Grundstücken verschiedener Stra-
ßen in Beziehung auf den Nutungwert derselben
in den Jahren 1868 und 1877, bei welchen bauliche
Veränderungen in dieser Zeit nicht vorgekommen sind.
I. Berlin 1868 1877 mehrt*#)
Spandauerstraße 8834 3566 Mk. 470 794 Mk. 40,80 v. H.
Königstraße 376 458 , b64 061 , 850,24 , ,
Hoher Steinven 10785 , 156 8156 , 46,68 , ,,
*) Trüdinger: Die Arbeiter. Wohnungfrage. Jena 1888. S. 185.
ESCO
*#) "Das mehr 1st von mir berechnet worden. '
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