Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Siebter Abschnitl 
Malthus auf dem Lehrstuhl der politischen Oekonomie am ostindischeP 
College zu Haileybury, erörtert dies gut an zwei großen Tatsache» 
Da der zahlreichste Teil des indischen Volkes selbstwirtschaftend® 
Bauern, existiert ihr Produkt, ihre Arbeits- und Lebensmittel, auch 
nie „in der Form („in the shape“) eines Fonds, der aus fremder 
Revenue erspart wird („saved from Revenue“) und daher eine) 
vorhergehenden Prozeß der Akkumulation („a previous process of 
accumulation‘“) durchlaufen hat“. Anderseits werden die nicht 
agrikolen Arbeiter in den Provinzen, wo die englische Herrschaft 
das alte System am wenigsten aufgelöst hat, direkt von den GroßeB 
beschäftigt, denen ein Teil des ländlichen Mehrprodukts als Tribut 
oder Grundrente zufließt. Ein Teil dieses Produkts wird in Natura} 
form von den Großen verzehrt, ein anderer Teil für sie von d® 
Arbeitern in Luxus- und sonstige Konsumtionsmittel verwandelt 
während der Rest den Lohn der Arbeiter bildet, die Eigentüme 
ihrer Arbeitsinstrumente sind. Produktion und Reproduktion auf 
erweiterter Stufenleiter gehen hier ihren Gang ohne alle Dazwische” 
kunft jenes wunderlichen Heiligen, jenes Ritters von der traurig“ 
Gestalt, des „entsagenden“ Kapitalisten. 
4, Umstände, welche unabhängig von der proportionellen Te 
des Mehrwertes in Kapital und Revenue den Umfang der Akkt 
mulation bestimmen: Ausbeutungsgrad der Arbeitskrait. 7 
Produktivkrait der Arbeit, — Wachsende Differenz zwisch®” 
angewandtem und konsumiertem Kapital. — Größe des vor 
geschossenen Kapitals. 
Wir betrachteten bisher die Größe des Mehrwertes als gegeben 
Größe. In diesem Falle bestimmt seine Teilung in Revenue We, 
Zuschußkapital den Umfang der Akkumulation. Aber letzt0? 
wechselt unabhängig von jener Teilung mit dem Wechsel in ” 
Größe des Mehrwertes selbst. Angenommen, 80 pZt. würde 
kapitalisiert und 20 pZt. aufgegessen, so wird das akkumulie”, 
Kapital 2400 Pfd. Sterl. oder 1200 Pfd. Sterl. betragen, je nachd?” 
der Gesamt-Mehrwert sich auf 3000 oder auf 1500 Pfd. Sterl %% 
laufen hat. Demnach wirken bei Bestimmung der Größe I 
Akkumulation alle die Umstände mit, die die Masse des Mehrwer 
bestimmen. Diese Umstände sind in den Kapiteln über die prod ed 
tion des Mehrwertes ausführlich entwickelt worden. Wir Koh 
hier nur so weit zu ihnen zurück, als sie mit Bezug auf die Akkum 
tion neue Gesichtspunkte bieten. - x 
Man erinnert sich, daß die Rate des Mehrwertes in erster Inste 
abhängt vom Ausbeutungsgrad der Arbeitskraft, Die politi®n, 
Oekonomie würdigt diese Rolle so sehr, daß sie gelegentlich die 
4 Ebenda, S. 36 ff. — [In der Vorrede zur 4, Auflage bemerkt Eng% 
daß dies Zitat aus Jones weder an der angeführten Stelle noch sonstwo * 
zufinden war.]
	        
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