Object: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Siebter Abschnitt. 
Formen. Statt intensiver zu werden mit dem Wachstum des Kapi 
tals, wird es nur extensiver, das heißt die Ausbeutungs- und Herr- 
schaftssphäre des Kapitals dehnt sich nur aus mit seiner eigenen 
Größe und der Anzahl seiner Lohnarbeiter. Von ihrem eigenen 
anschwellenden und schwellend in Zusatzkapital verwandelten Mehr- 
produkt strömt ihnen ein größerer Teil in der Form von Zahlung* 
mitteln zurück, so daß sie den Kreis ihrer Genüsse erweitern, ihren 
Konsumtionsfionds von Kleidern, Möbeln usw. besser ausstatten und 
kleine Reservefonds von Geld bilden können. Sowenig aber bessere 
Kleidung, Nahrung, Behandlung und ein größeres Peculium’%® das 
Abhängigkeitsverhältnis und die Ausbeutung des Sklaven aufhebe» 
3zowenig die des Lohnarbeiters. Steigender Preis der Arbeit infolg® 
Zeit ist durch folgendes charakterisiert. In „A Letter to A; Smith, LL. D. 
On the Life, Death and Philosophy of his Friend David Hume, By One of 
the People called Christians. 4th ed. Oxford 1784“, kanzelt Dr. Horne, hoch 
kirchlicher Bischof von Norwich, den A. Smith ab, weil er in einem öffent 
lichen Sendschreiben an Herrn Strahan, seinen „Freund David (das heißt 
HAume) einbalsamiere“, weil er dem Publikum erzähle, wie „Hume auf 
zeinem Sterbebett sich mit Lucian und Whist amüsierte‘“, und sogar die 
Frechheit hatte, zu schreiben: „Ich habe Hume stets, sowohl während seiv® 
Lebens wie nach seinem Tode so nahe dem Ideal eines vollkommen weis® 
ınd tugendhaften Mannes betrachtet, als die Schwäche der menschliche 
Natur erlaubt.“ Der Bischof ruft entrüstet: „Ist es recht von Ihnen, mel 
Herr, uns als vollkommen weise und tugendhaft den Charakter und Leben“ 
wandel eines Menschen zu schildern, der von einer unheilbaren Abneigunf 
besessen war wider alles, was Religion heißt, und der jeden Nerv anspannt® 
um, so viel an ihm, selbst ihren Namen aus dem Gedächtnis der Mer” 
schen zu löschen?“ (Ebenda, S. 8.) „Aber laßt euch nicht entmutigen, Lion 
haber der Wahrheit, der Atheismus ist kurzlebig.‘“ (Ebenda, 8.17.) Adam Sm! 
„hat die gräßliche Ruchlosigkeit („the atrocious wickedness‘“), den Atheismn’ 
durch das Land zu propagandieren (nämlich durch seine „Theory of mo7 { 
sentiments‘“). ... Wir kennen Eure Schliche, Herr Doktor! Ihr meint’s gub 
rechnet aber diesmal ohne den Wirt. Ihr wollt uns durch das Beispiel von 
David Hume, Esqg., weismachen, daß Atheismus der einzige Schnaf 
(„cordial“) für ein niedergeschlagenes Gemüt und das einzige Gegenß) 
wider Todesfurcht ist. ... Lacht nur über Babylon in Ruinen und begin 
wünscht nur den verhärteten Bösewicht Pharao!“ (Ebenda, S. 21, 22.) E ß 
orthodoxer Kopf unter A. Smiths Kollegienbesuchern schreibt nach dess® 
Tod: „Smiths Freundschaft für Hume verhinderte ihn, ein Christ zu sein- 1 
Er glaubte Hume alles aufs Wort, Wenn Hume ihm gesagt, der Mond % 
ein grüner Käse, er hätt’s geglaubt. Er glaubte ihm daher auch, daß ‚on 
keinen Gott und keine Wunder gebe. ... In seinen politischen PrinziP* 48 
streifte er an Republikanismus.‘“ („The Bee.“ By James Anderson. nal 
volumes. Edinburgh 1791—93, vol. III, p. 164, 165.) Pfaff Th. Chalmers un 
A. Smith in Verdacht, daß er aus reiner Bosheit die Kategorie der »” ol 
produktiven Arbeiter“ eigens für die protestantischen Pfaffen erfand. r 
ihrer gesegneten Arbeit im Weinberge des Herrn. das 
76a Unter Peculium verstand das römische Recht das Sondergub peß 
unselbständigen Personen, namentlich Sklaven, die Eigentum nicht erWOr 
konnten, vom Hausvater zu selbständiger Verfügung überlassen wurde. *“
	        
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