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sogar gegen meinen Vater, denn er war offenbar zu
weit gegangen. Ich tröstete meine Mutter.
„Ach," janimerte meine Mutter, „Vaters Benehmen
kränkt mich nicht einmal so als das meines eigenen
Kindes!" Nun war ich in meinem Zorn gegen meine
Schwester so unzart, meiner Mutter Vorwürfe zu
machen, daß sie in der Sache mit T. (einem Bewerber
der Schwester) so sehr Partei für Riekchen genommen
und Vater und mich so viele Monden durch, durch Bitten,
Zanken und Vorwürfe, unglücklich gemacht habe. Ich
redete ihr darauf gut zu und gab ihr auch Verhaltungs
maßregeln: sie möchte doch sieben gerade sein lassen
und besonders in Vaters Gegenwart weder Riekchen,
noch Emilie, noch die Köchin ausmachen. Ach! wenn
doch die Mutter dies täte, wieviel Unannehmlichkeiten
würden erspart werden.
Der Vater kam nach Hause. Er war aber schon be
ruhigt. Darauf kam Riekchen, und Vater ging ins Ge
wölbe. Nun fing Mutter an und wollte mit Riekchen
den Tanz beginnen; jedoch bewog ich sie, ruhig zu sein,
da ich fürchtete, der Vater würde bald heraufkommen,
und es würde eine neue Szene sein, wenn er Mutter
im Streit mit Riekchen begriffen fände. Bloß durch diese
Worte machte ich meinem erbitterten Gefühle Luft:
„Das glaube mir, ein Kind, welches es so weit bringt,
daß zwischen den Eltern von Scheidung die Rede ist,
dem kann es nicht gut gehen."
Sie suchte sich zu verteidigen, sprach aber dabei sehr
übel, oder hart vielmehr, von der Mutter. „Geh, geh!"
sagte ich, indem ich sie beim Arm ergriff und — doch
von Drücken war die entfernteste Idee nicht — der Tür