7615696 kg im Werte von 1304383, 3721162 bzw. 304 628 Goldpesos
eingeführt. Die Einfuhr aus Deutschland betrug davon im Jahre 1910:
5292081 kg im Werte von 211683 Goldpesos und im Jabre 1911:
18 894 256 kg im Werte von 755770 Goldpesos. Für 1912 sind bisher
nur die Gesamtzahlen, nicht aber auch die Zahlen über die Verteilung der
Einfuhr auf die verschiedenen Herkunftsländer zu erhalten gewesen.
Die auffallenden Unterschiede zwischen der Einfuhr in den letzten drei
Jahren erklären sich dadurch, daß die Kartoffelernte in Argentinien im
Jahre 1911 besonders schlecht und im Jahre 1912 besonders gut war. Die
Zahlen für das Jahr 1910 dürften etwa normale Verhältnisse wiedergeben.
Frankreich liefert etwa zwei Drittel der gesamten Einfuhr, Deutschland
etwa den viertzn bis fünften Teil der Einfuhr aus Frankreich.
Die Gesamteinfuhr von Saatkartoffeln nach Argentinien wird noch für
einige Jahre für etwas steigerungsfähig gehalten; man glaubt, daß der
Kartoffelbau sich in einigen Jahren soweit entwickelt haben wird, daß dann
die Einfuhr von Saatkartoffeln überflüssig wird. Diese Annahme wird
unterstützt durch die Tatsache, daß schon jetzt eine im Verhältnisse zur
Einfuhr nicht unbeträchtliche Ausfuhr von Kartoffeln aus Argentinien
stattfindet.
Die. Ausfuhr ‚hat betragen ‚1910: 5915 t, 1911: 1127 t und 1912:
21583 t im Werte von 118 296, 22 534 bzw. 431 651 Goldpesos.
Das einzige Mittel für die deutschen Interessenten, um von den Absatz-
gelegenheiten zu erfahren und ihren Absatz hierher zu steigern, besteht
darin, daß sie ständig mit den Exporteuren gute Fühlung unterhalten.
Für die Verschiffung von Kartoffeln aus Deutschland nach Argentinien
kommt lediglich die Zeit von etwa Mitte August bis Mitte Dezember in
Frage. Spätere Verschiffungen würden; hier in der heißen Jahreszeit und
deshalb nicht gut eintreffen,
Bei der Verpackung (in Kisten) und bei der Verstauung auf dem Schiffe
ist es wesentlich, für gute Lüftung zu Sorgen, damit die Kartoffeln nicht
faulen. (Vergl. die Vorschriften für die Einfuhr von Kartoffeln in Heft 5,
1913, der Mitteilungen.)
Filmeinfuhr. Der Filmindustrie bietet Argentinien ein gutes Absatzgebiet, das seitens
der deutschen Filmunternehmungen noch intensiver bearbeitet werden könnte,
als dies zurzeit geschieht. Im Jahre 1911 betrug der Zollwert der aus
Deutschland nach Argentinien importierten Films 4355 $ Gold, während
die Vereinigten Staaten für 32185 $ Gold, Frankreich für 18 195 $ Gold,
Italien für 17410 $ Gold, Portugal für 13416 $ Gold und Spanien für
7725 $ Gold Films importierten. Der Gesamtwert der Einfuhr, der im
Jahre 1911 98385 $ Gold betrug, ist zwar im Jahre 1912 um über die
Hälfte, d.h. auf 44775 $ Gold, zurückgegangen, doch dürfte dies nur eine
vorübergehende Erscheinung sein, da sich Kinovorstellungen in Argentinien
großer Beliebtheit erfreuen.
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