Metadata : Das Lebenswerk von Karl Marx

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Typische  im  Menschenschicksal  in  sich  lebendig  werden  zu  lassen,,
während  der  „Historiker"  den  Sinn  für  das  Einzigartige  im  Völkerleben ­
  vor  allem  besitzen  muß.  Aber  auch  das  Typische  im  Menschen
mache  ich  mir  nur  durch  das  Erlebnis  zu  eigen:  wie  sollte  ich  über
das  Handwerk  ein  Wort  aussagen  können,  ehe  ich  nicht  das  spezifisch
Handwerkerhafte  einmal  (außerhalb  aller  begrifflichen  Feststellungen)
in  mir  erlebt:  empfunden,  ich  möchte  sagen  geschmeckt  habe.  Und
als  ein  großer  Sozialforscher  wird  uns  der  gelten,  der  große  wichtige
Menschentypen  entdeckt  und  ihr  Wesen  uns  übermittelt  hat.  Vorausgesetzt, ­
  daß  er  auch  die  Fähigkeit  besaß,  die  Einzelbeobachtung  in
einen  großen  Zusammenhang  zu  stellen  und  uns  kraft  eines  glücklichen ­
  Begriffssystems  den  Eindruck  eines  einheitlichen  Zusammenstirnmens
  aller  Einzelphünomene  zu  verschaffen.
V.
Ich  denke:  nun  empfindet  man  schon,  wie  verfehlt  es  ist,  einem
Manne  wie  Marx  und  seinem  wissenschaftlichen  Oeuvre  dadurch  gerecht ­
  werden  zu  wollen,  daß  man  ihm  —  wie  einem  Naturforscher
—  einen  bestimmten  Platz  in  dem  Entwicklungsgänge  der  sozialen
Wissenschaften  einräumt,  daß  man  ihn  in  Reih  und  Glied  mit  feinen
Vorgängern  und  Nachfolgern  einordnet,  daß  man  das  Quantum  objektiven ­
  und  dauernd  gesicherten  Wissens  aufweist,  das  wir  ihm  verdanken ­
  oder  gar  die  „Gesetze"  namhaft  macht,  die  er  aufgestellt  hat.
Würde  danach  die  Größe  eines  Menschheitsforschers  ermessen
werden,  so  stünde  es  schlimm  um  Karl  Marx  und  sein  Renommee
als  großer  Denker.  Denn  was  wir  ihm  an  neuen  „Gesetzen"  verdanken, ­
  sahen  wir  schon  ist  herzlich  wenig  unb  nicht  zu  vergleichen
mit  dem,  was  uns  Geister  minderen  Ranges  —  Ricardo,  Senior,
von  Thünen,  Jevons  u.a.  —  hinterlassen  haben.  Den  technischen  *
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