Die Kultur der Gegenwart.
diesem Falle einem Laienpublikum gegenübersteht, sich nur allzu leicht eine schranken
lose Herrschaft sichern kann, wodurch Fehler und Einseitigkeiten in die weitesten Kreise
einzudringen vermögen. Der Ton vornehmer Zurückhaltung, der unser Buch durchweht,
mildert indes diese Gefahr, und die regelmäßigen Verweise auf fremde Leistungen
(Literaturangaben) drängen sie weiter zurück. Schließlich bürgt die Zahl und der Klang
der Namen aller beteiligten Autoren dafür, daß ein jeder nur vom Besten das Beste zu
geben bemüht war.“ (Berliner Tageblatt.)
Teil I, Abt. 4: Die christliche Religion mit Einschluß der
Israelitisch-jüdischen Religion. SÄÜ
die Anfänge des Christentums bis zum Nicaenum (325): A. Jülicher. — Kirche und
Staat bis zur Gründung der Staatskirche: A. Harnack. — Griechisch-orthodoxes
Christentum und Kirche in Mittelalter und Neuzeit: N. Bonwetsch. — Christentum und
Kirche Westeuropas im Mittelalter: K. Müller. — Katholisches Christentum und Kirche
in der Neuzeit: F. X. Funk. Protestantisches Christentum und Kirche in der Neuzeit:
E. Troeltsch. — Wesen der Religion und der Religionswissenschaft: E. Troeltsch.
-Christlich-katholische Dogmatik: J. Pohle. — Christlich-katholische Ethik: J. Maus
bach, — Christlich-katholische praktische Theologie : C. Krieg. — Christlich-protestan
tische Dogmatik: W. Herrmann. — Christlich-protestantische Ethik: R. Seeberg. —
Christlich-protestantische praktische Theologie: W. Faber. — Die Zukunftsaufgaben
der Religion und die Religionswissenschaft: H. J. Holtz mann. [XI u. 752 S.) 1906.
(2. Ausl. 1909 unter der Presse.) Geh. M. 16.—, in Leinwand geb. M. 18.—. Auch in
2 Hälften: 1. Geschichte der christlichen Religion. Geh. M. 9.60, geb. M. 11.—. 2. Syste
matisch-christliche Theologie. Geh. M. 6.60, in Leinwand geb. M. 8.—.
„Die beiden christlichen Konfessionen sind hier, vielleicht zum erstenmal, in voller
Parität nebeneinander behandelt, die berufenen Vertreter der einzelnen Disziplinen hüben
und drüben tragen die Erkenntnis ihrer Wissenschaft mehr oder weniger überzeugend
vor.. . . Forscher wie Harnack und Wellhausen schreiben das flüssigste Deutsch, das
man sich wünschen kann; ihre Darstellungen, die großen und die kleinen, lesen sich,
auch rein künstlerisch betrachtet, mit allem fesselnden Reiz abgestimmter Dichtungen.
Die Kunst tut also der Gelehrsamkeit keinen Eintrag, beide gehen vielmehr den innigsten
Bund ein. (Königsberger Hartungsche Zeitung.)
Teil l, Abt. 5: Allgemeine Geschichte der Philosophie.
Inhalt: Die Anfänge der Philosophie und die Philosophie der primitiven Völker:
W. Wundt. — Die orientalische Philosophie des Altertums, Mittelalters und der Neuzeit.
Indische Philosophie: H. Oldenberg. — Semitische Philosophie: J. Goldziher. —
Chinesische Philosophie: W. Grube. — Japanische Philosophie : Jnouye. — Die euro
päische Philosophie: Altertum: H. v. Arnim. Mittelalter: CI. Baeumker. Neuzeit:
W.Windelband. [ca. 25 Bogen.] 1909. Geh. ca. M. 10.—, in Leinw. geb. ca. Jt 12.—.
Tell I, Abt. 6: Systematische Philosophie.
— Logik und Erkenntnistheorie : A. Riehl. — Metaphysik: W. Wundt. — Naturphilo
sophie: W. Ostwald. — Psychologie: H. Ebbinghaus. — Philosophie der Ge
schichte : R. Bücken. — Ethik : Fr. Paulsen. — Pädagogik : W. Münch. — Ästhetik :
Th. Li pp s. — Die Zukunftsaufgaben der Philosophie: Fr. Paulsen. 2. Auflage.
[X u. 435 S.[ 1908. Geh. M 10.—, in Leinwand geb. JÍ 12.—
„Hinter dem Rücken jedes der philosophischen Forscher steht Kant, wie er die Welt in
ihrer Totalität dachte und erlebte; der f neukantische‘, rationalisierte Kant scheint in
den Hintergrund treten zu wollen, und in manchen Köpfen geht bereits das Licht des
gesamten Weltlebens auf. Erfreulicherweise ringt sich die Ansicht durch, Philosophie
sei und biete etwas anderes als die Einzelwissenschaften und das sog. unmittelbare
Leben und der positive Gehalt der Philosophie selbst müsse in der transzendenten Reali
tät oder wenigstens in der transzendentalen, auf methodischem Wege gewonnenen
Struktur der einzelnen Weltinhalte und Verhaltungsformen aufgesucht werden.“
(Archiv für systematische Philosophie.)
Teil 1, Abt. 7: Die orientalischen Literaturen. ļâķ"'r Literatur
und die Literatur der primitiven Völker: E. Schmidt. — Die ägyptische Literatur:
A. Er man. — Die babylonisch-assyrische Literatur: C. Bezold. — Die israelitische
Literatur: H. Gunkel. — Die aramäische Literatur: Th. Nöldeke. — Die äthiopische
Literatur: Th. Nöldeke. — Die arabische Literatur: M. J. de Goeje. — Die indische
Literatur: R. Pischel. — Die aitpersische Literatur: K. Geldner. — Die mittelpersische