IV. Träger der Rationalisierung
1. Die Privatwirtschaft
a) Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer
In der kapitalistischen Wirtschaftsordnung werden stets die Be⸗
triebsleiter der Unternehmungen die Haupttraͤger der Rationali—
sierung sein. Als Leiter ihrer eigenen oder, soweit es sich um
gesellschaftliche Betriebe handelt, der ihnen anvertrauten Unter⸗
nehmungen, haben sie dafür zu sorgen, daß die Leistungen und der
finanzielle Erfolg der Betriebsführung im Einklang stehen mit den
aufgewendeten Mitteln. Hierbei wird es entscheidend auf ein plan⸗
volles Zusammenwirken zwischen der kaufmannischen und der tech—
nischen Betriebsleitung ankommen. Die technischen, betriebsorgani⸗
satorischen und berufspolitischen Rationalisierungs maßnahmen müssen
mit den wirtschaftsorganisatorischen (kommerziellen) Erfordernissen
zur Deckung gebracht werden. Daß dieses Ziel am leichtesten innerhalb
eines Großbetriebes bzw. einer Groß⸗Unternehmung erreicht
werden kann, ist klar. Durch die Konzentration können nicht nur un⸗
wirtschaftliche Betriebe ausgeschaltet und unrentable Betriebszer⸗
splitterungen in einem Produktionszweig beseitigt werden, sondern es
wird auch moglich sein, den Konfliktsstoff zu vermindern, der sich stets
aus dem Nebeneinander der technischen und kaufmaͤnnischen Leitung
in den ein zelnen Betrieben ergibt. Darüber hinaus bestehen inner⸗
halb des Konzerns mancherlei umfassende weitere Möglichkeiten, die
Betriebsführung unter Einsatz größerer Mittel durchgreifend zu ver⸗
billigen und den Leistungseffekt durch psychotechnische und organi⸗
satorische Maßnahmen erheblich zu steigern*).
*) Vgl. hierüber das in dem Kapitel ‚Rationalisterungsformen“ Gesagte.