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der größere Wohnort, wie die vorstehende Zusammenstellung zeigt, größere
Aufwendungen an Schulgeld und Lernmitteln (Tab. S. 41, unten).
Bei Besprechung der Einnahmen war bereits darauf hingewiesen, daß die
Darlehnsnahme in der Großstadt am stärksten ist. Dementsprechend sind auch
die Ausgaben für die Schuldentilgung stärker. Das zeigt sich
besonders deutlich in der Einkommensstufe bis 2000 M und 3000 bis
4000 AM, während die Einkommensstufe über 4000 30N für die Mittelstadt
die größten Ausgaben für Schuldenrückzahlung aufweist.
Bisher war noch keine Rodde von den Ausgaben für Ernäh—
rung. Ein Blick auf die Tabelle des Anhanges zeigt, daß die Nahrungs⸗
aufwendungen in allen Ortsgrößen gleich sind. Lediglich bei der
Einkommensstufe über 4000 90 'ist eine kleine Steigerung zu erkennen,
die aber durch eine kleine Verschiebung des Einkommens zwischen den Klein⸗
und Großstädten zu erklären ist. Auf die Ernährungsausgaben hat demnach
die Ortsgröße keinen Einfluß. Es wird aber noch zu zeigen sein, daß ein
gewisser Einfluß auf die Art der verbrauchten Nahrungsmittel besteht.
Die Lebenshaltung der Haushaltungen in der Großstadt wird also durch
die hohen Mietpreise sowie durch die größeren Aufwendungen für Steuern,
Erholung, Schuldentilgung und Unterstützungen erheblich beengt. Demgegen⸗
über kann der Kaufmannsgehilfe der kleinen Stadt und auf dem
Lande, wie die vorliegende Haushaltungsstatistik nachweist, vornehmlich
für diejenigen Bedürfnisse mehr aufwenden, deren Steigerung auch bei
steigendem Einkommen beobachtet wird. Wie besonders die Tabelle mit
einem Einkommen von 3000 bis 4000 M zeigt, steigen die Aus—
gaben für Hauseinrichtung, geistige und gesellige
Bedürfnisse, Kleidung, Verkehrsmittel und, allerdings
nicht so deutlich erkennbar, fir Versicher ungen, Dienstboten,
Garten und Vieh. Der Großstädter kann demnach
diese Bedürfnisse in geringerem Maße als der Be—
wohner kleinerer Orte befriedigen. Das trifft auch zu,
wenn man berücksichtigt, daß ein Teil dieser Mehrausgaben — Verkehrs—
mittel, Garten und Vieh — durch rein örtliche Verhältnisse bedingt ist.
Gerade die Zusammensetzung der mehr verbrauchten Güter und Leistungen
in der kleinen Stadt zeigt deutlich, daß dort die Lebenshaltung bei aleichem
Einkommen eine bessere ist.
Am eindringlichsten wird das durch den Mehrverbrauch von
Hausrat veranschaulicht, der bekanntlich bei steigendem Einkommen in
der Einkommensstufe über 4000 M eine starke Steigerung aufweist:
Einkommen
Landort, Land⸗
stadt Kleinstatt Mittelstadt Großstadt
bis 3000 Q
3 bis 4000
ũber 4000 74
73. 70 4 83. 10 A 61. 43 α
201.62 α 127. 77 129. 99 AA
451. 12 α 286. 07 4 208. 60 AA
In der Einkommensstufe von mehr als 4000 ANM wird für Hausein—
richtung von den Kaufmannsgehilfen der kleinen Orte weit mehr als doppelt
soviel wie in der Großstadt ausgegeben.