Contents: Konzentrationstendenzen im badischen Bankgewerbe

Baden nicht noch größere Wunden geschlagen wurden. Ihr 
Geschäftsbericht aus diesem Jahre betont dies ausdrücklich: 
„Es freut uns außerdem feststellen zu können, daß 
es der Badischen Bank in dieser kritischen Zeit 
möglich war, den badischen Handels- und Industrie 
kreisen ca. 8 Millionen Mark zur Verfügung zu stellen. 
Und auch in neuester Zeit ist ihr umfangreiches Wirken 
zur Befruchtung des Handels, Gewerbes und insbesondere der 
Industrie des Landes klar zu Tage getreten, sodaß sie heute 
als mächtiger Faktor für die kommerzielle und industrielle Be 
wegung des Landes gilt. 
Die Süddeutsche Bank. 
Einen in ihrer Entwicklung ebenfalls mehr oder weniger 
zentralisierten Charakter zeigt die am 1. Oktober 1896 gegründete 
Süddeutsche Bank. Für die vorliegende Arbeit kann nur deren 
Übergang in den Deutschen Bankkonzern von Bedeutung sein, 
ihr äußerer Entwicklungsgang soll daher nur kurz gestreift 
werden. 
Sie entstand durch Übernahme der Kundschaft des Mann 
heimer Privatbankhauses Goldmann & Kuhn, das in diesem 
Jahre liquidierte. Ihr erstes Aktienkapital war mit 3 Mill. Mark 
voll eingezahlt. Die Gesellschaft kommanditierte zunächst die 
Bankfirma Lazard Brach & Co. in St. Johann-Saarbrücken im 
Jahre 1898 mit 1 Mill. Mark, wovon sie 400000 Mark als Unter 
beteiligung weitergab. Ihre einzige Filiale errichtete sie i. J, 
1899 in Worms durch Übernahme der früheren Bankfirma 
Ed. Herz & Co. in Worms. Einer weiteren Dezentralisation 
war sie nicht mehr zugänglich. Die Motive hierfür sind in der 
engen Verknüpfung mit der Mannheimer-Ludwigshafener In 
dustrie zu suchen, die ihr Gesamtinteresse an diesen Platz ge
	        
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